Technik
Zu Fuß hat man's schwer gegen die Zombies, im Auto fährt man sie einfach über den Haufen.
Zu Fuß hat man's schwer gegen die Zombies, im Auto fährt man sie einfach über den Haufen.(Foto: Microsoft)
Donnerstag, 17. Mai 2018

Aufbauspiel im Zombie-Land: "State of Decay 2" ist ein gutes Stück Arbeit

Von Klaus Wedekind

Nein, "State of Decay 2" ist keiner der üblichen Zombie-Klatscher. Es handelt sich dabei eher um ein Aufbauspiel unter erschwerten Bedingungen. Die Mischung ist Microsoft trotz einiger Schwächen gelungen.

Die Story von "State of Decay 2" (PC/Xbox) ist schnell erzählt. Die zivilisierte Welt ist durch eine Zombie-Epidemie zusammengebrochen, die wenigen Überlebenden versuchen sich in der Apokalypse so gut wie möglich einzurichten. Eine echte Handlung gibt es nicht. Es geht ganz einfach darum, eine Basis auszubauen, das beherrschte Territorium zu erweitern und die lebenden Toten draußen zu halten. n-tv.de hat "State of Decay 2" angespielt.

Wir brauchen eine Basis!

Zu Beginn entscheidet man sich für eins von drei möglichen Duos, mit dem man ohne größeres Vorspiel loslegt. Nach einem Mini-Intro begegnet man einer kleinen Gruppe Überlebender, mit denen man sich auf den Weg macht, um eine Basis zu besetzen. Auch hier hat man die Wahl zwischen verschiedenen Lokalitäten.

Zum Kotzen: Der Screamer hat die ganze Horde herbeigeschrien.
Zum Kotzen: Der Screamer hat die ganze Horde herbeigeschrien.(Foto: Microsoft)

Dass das Überleben in Zombieland kein Zuckerschlecken ist, lernt man bei der ersten Aufgabe, bei der es darum geht, seinen gebissenen Partner zu retten. Dafür muss man nämlich einige Zutaten sammeln, damit der Doktor der wackeren Gruppe ein Serum herstellen kann. Man kann nur wenig auf einmal tragen und ständig wird man von Untoten attackiert - vor allem, wenn man zu schnell und damit zu laut nach nützlichen Gegenständen sucht.

Überlegt metzeln, sammeln und aufbauen

Ein oder ein paar normale Zombies erledigt man ziemlich einfach. Doch wenn ein armloser Screamer eine ganze Horde herbeischreit, steckt man in Schwierigkeiten. Denn Waffen können kaputt gehen und nach ein paar Hieben mit der Brechstange geht einem die Puste aus. Außerdem gibt es besonders fiese Untote, die man nicht mal schnell im Vorbeigehen oder im Alleingang erledigen kann. Es heißt also, überlegt zu handeln.

In Gebäuden findet man immer etwas, das man brauchen kann, aber hinter jeder Tür kann ein Zombie lauern.
In Gebäuden findet man immer etwas, das man brauchen kann, aber hinter jeder Tür kann ein Zombie lauern.(Foto: Microsoft)

Das gilt umso mehr, je weiter das Spiel fortschreitet und man seine Basis ausbaut, Außenposten besetzt und sein Territorium erweitert. Hat man an einem Ende etwas fertig, brennt es schon auf der anderen Seite. Außerdem muss man aufpassen, dass die wachsende Gruppe harmoniert und es auch wirklich allen gut geht. Das gelingt aber nicht immer, und manchmal muss man ein Mitglied der Gemeinschaft eben aufgeben - also erledigen.

Tot ist tot, aber es geht weiter

Auch selbst kann man das Zeitliche segnen, wenn man nicht aufpasst. Dann gibt es zwar kein Zurück zum letzten Speicherpunkt mehr, aber man kann zu einem anderen Charakter wechseln, ohne den Spielstand einzubüßen. Wechseln muss man ohnehin gelegentlich, unter anderem, wenn man erschöpft ist. Außerdem haben die verschiedenen Charaktere unterschiedliche Stärken, die man besonders bei schwierigen Aufgaben gezielt einsetzen sollte. Egoismus ist allgemein keine gute Einstellung in "State of Decay 2". Denn man muss mit seinen Nachbarn klarkommen und ist auch oft auf deren Hilfe angewiesen.

Gelungene Mischung

Die Missionen alleine, in der Gruppe, zu Fuß oder im Auto sind packend, anspruchsvoll und manchmal ganz schön nervenaufreibend. Und man freut sich über jeden kleinen Fortschritt - sei es ein Garten für den Gemüseanbau, ein Lazarett oder ein Bett für einen neuen Mitbewohner. Allerdings wiederholen sich manche Situationen, und grafisch gibt es auf dem Markt deutlich bessere Spiele. Außerdem wäre im Einzelspieler-Modus eine kleine Story ganz nett gewesen. Trotzdem macht die Mischung aus Horror-Action-Kracher und Aufbauspiel einen Mordsspaß und wird vor allem Fans des ersten Teils nicht enttäuschen.

State of Decay 2 - [Xbox One]
EUR 21,90
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Quelle: n-tv.de