Technik
Sieht komisch aus, soll aber praktisch sein: die "Smartbrush" Unico.
Sieht komisch aus, soll aber praktisch sein: die "Smartbrush" Unico.(Foto: Unico)
Montag, 30. Oktober 2017

Zähneputzen in drei Sekunden: Unico ist die schnellste Zahnbürste der Welt

Unico will das Zähneputzen revolutionieren: Nur drei Sekunden dauert ein Putzvorgang mit der smarten Zahnbürste und man hat dabei die Hände frei. Bei Kickstarter gibt es für diese Idee viele Unterstützer. Wie funktioniert Unico?

Zähneputzen gehört für viele nicht gerade zu den beliebtesten Tätigkeiten, nicht nur Kinder tun sich schwer damit, dreimal täglich ihre Beißer von allen Seiten gründlich zu säubern. Wäre es da nicht toll, wenn das ganze Prozedere nur wenige Sekunden dauern würde und man dabei die Hände frei hätte? Genau das verspricht Unico, eine sogenannte Smartbrush, die gerade beim Crowdfunding-Portal Kickstarter durch die Decke geht.

Blitzschnell geputzt

Rund drei Sekunden soll es den Machern zufolge nur dauern, einmal sein komplettes Gebiss zu reinigen - ein deutlicher Zeitgewinn im Vergleich zu den sonst empfohlenen zwei bis drei Minuten. Aber wie schafft die smarte Bürste das? Die Lösung liegt in ihrer Form. Anstelle eines einfachen Bürstenkopfes, mit dem man nach und nach jeden Zahn von allen drei Seiten einzeln reinigt, nimmt Unico sich alle Zähne von allen Seiten gleichzeitig vor.

In der Docking-Station wird Unico geladen und gereinigt.
In der Docking-Station wird Unico geladen und gereinigt.(Foto: Unico)

Zugegeben, die Smartbrush sieht etwas merkwürdig aus, sie erinnert an ein Gebiss oder an eine Zahnspange mit einem kleinen Kasten davor, der bei Gebrauch vor dem Mund hängt. Das "Mund-Stück" besteht aus einem U-förmigen Aufsatz für die Zähne, an dessen mit flexiblem antibakteriellen Silikon ausgekleideten Innenseiten kleine Bürsten sitzen, die die Zähne im Ober- und Unterkiefer von allen Seiten gleichzeitig reinigen. Die benötigte Energie dafür kommt aus der "Power Unit": In dem rechteckigen Kasten steckt ein kleiner Ultraschallmotor, der von einem Lithium-Ionen-Akku angetrieben wird.

Zahnpasta-Automatik

Die Zahnpasta wird in die Power-Einheit eingefüllt, von wo aus sie über das Mundstück direkt auf die Zähne aufgetragen wird. Offenbar bedarf es einer speziell geformten Flasche zum Abfüllen der von Unico entwickelten Zahnpasta, die gleichzeitig Mundspülung sein soll. Ob Nutzer auch andere Zahncreme benutzen können, ist unklar. Ein Fläschchen kostet rund 5 Euro und soll für 100 Putzvorgänge reichen. Die Bürsteneinheiten sollen 60-mal länger halten als herkömmliche Zahnbürsten, sie kosten 14 Euro pro Stück.

Aufbewahrt und per Induktion aufgeladen wird die Unico-Zahnbürste in einer Docking-Station, wo die Mundstücke auch mittels UV-Strahlung gereinigt werden. Eine Smartphone-App für Android und iOS erlaubt Nutzern eine Extra-Kontrolle, zum Beispiel zum Anpassen der Putzzeit oder der Rotationsgeschwindigkeit der Bürsten. Das Mundstück gibt es in vier Größen, um die verschiedenen Gebissgrößen der Kunden abzudecken. Die größte Variante ist für Menschen, die größer als 1,70 Meter sind, die extra-kleine Ausführung ist für Kinder mit einer Körpergröße von 1,25 bis 1,39 Meter.

Ob Unico tatsächlich in Produktion geht, ist wie immer bei Kickstarter-Projekten offen. Doch das angestrebte Finanzierunsziel von 75.000 Euro ist 40 Tage vor Ende der Kampagne längst erreicht, aktuell steht die Finanzierung bei rund 230.000 Euro. Am Samstag, den 9. Dezember endet die Kampagne, erste Einheiten sollen dann im Februar und März 2018 ausgeliefert werden. Wer mitunterstützen will, hat also noch ein paar Wochen Zeit - der günstigste "Early Bird"-Tarif beträgt 100 Euro.

Quelle: n-tv.de

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