Technik

Jetzt spricht der Sonos-Boss "Wir haben einen Fehler gemacht"

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Sonos müht sich darum, die Wogen zu glätten.

(Foto: picture alliance/dpa)

In einem Schreiben nimmt der Chef des Lautsprecher-Herstellers Sonos Stellung zum Unmut vieler Kunden nach dem Aus für Updates älterer Produkte. Wortreich entschuldigt er sich. Freude dürfte bei den Kunden dennoch nicht aufkommen.

Der Lautsprecher-Hersteller Sonos will ab Mai einen Teil seiner älteren Produkte nicht mehr mit Updates versorgen - erwartungsgemäß nicht zur Begeisterung der Kunden. Nun hat sich Firmenchef Patrick Spence in den Sturm der Entrüstung gestellt. In einem Brief im hauseigenen Blog versucht er, das Vorgehen des Unternehmens zu erklären. "Wir haben einen Fehler gemacht", schreibt Spence zu Beginn. "Ich möchte mich dafür entschuldigen" und über die kommenden Schritte informieren. Aufgebrachte Kunden dürften die Zeilen jedoch nur wenig beruhigen. Denn in der Sache bleibt der Firmenchef hart.

Sonos hatte mitgeteilt, einige ältere Geräte mit aktueller Software zu versehen. Grund seien limitierte Rechenleistungen der Geräte. Dessen ungeachtet würden sie aber weiter funktionieren. Eine Folge sei allerdings, dass ein System aus alten und neuen Komponenten nicht mehr zusammenarbeite.

Und sehr viel mehr schreibt Spence nun auch nicht. Auch wenn es fortan keine Software-Aktualisierungen für die betroffenen Produkte gebe, heißt es in dem Brief, "werden diese genauso weiter funktionieren wie bisher. Wir machen diese Produkte nicht unbrauchbar". Niemand sei gezwungen, sie außer Betrieb zu nehmen und Funktionen würden nicht entfernt.

Zwar werde es "keine neuen Software-Features" mehr für "veraltete Sonos Produkte" geben. Doch verpflichte sich das Unternehmen, diese "so lange wie möglich mit Fehlerbehebungen und Sicherheitspatches auf dem neuesten Stand zu halten". Bei einem gravierenden Problem, "das nicht direkt behoben werden kann, werden wir eine alternative Lösung anbieten".

Beim zweiten Kritikpunkt - dem nicht länger konfliktfreien Nebeneinander alter und neuer Produkte -  arbeite Sonos an an einer Möglichkeit und bleibt in der Sache ebenfalls hart. Zwar werden die Systeme weiterhin nicht miteinander arbeiten, Ziel sei es jedoch, das "System so aufzuteilen, dass moderne Produkte zusammen funktionieren und die neuesten Features erhalten, während ältere Produkte ebenfalls zusammen funktionieren und in ihrem aktuellen Zustand bleiben". Einzelheiten sollen kommende Woche bekanntgegeben werden. Die Trennung beider Biotope hatte bereits das Blog "Gizmodo" berichtet.

Spence schließt sein Schreiben mit warmen Worten. "Ich hoffe, du kannst unseren Fehler entschuldigen und gibst uns die Chance, dein Vertrauen zurückzugewinnen." Ein Brief wie Globuli.

Quelle: ntv.de, jwu