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"Marsch blasen" zum Zapfenstreich Vuvuzelas für Wulff?

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Facebook-Seite Vuvuzelas für Wulff (Screenshot: n-tv)

So mancher hat sicher noch die eine oder andere im Keller - schließlich wurden zur Fußball-WM in Südafrika 2010 auch hierzulande zigtausende Vuvuzelas verkauft. Jetzt sollen die Tröten ein Revival erfahren - bei der Verabschiedung des scheidenden Bundespräsidenten.

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Twitter-Seite der Initiatorin Jule (Screenshot: n-tv)

Kritiker von Ex-Bundespräsident Christian Wulff wollen dessen feierliche Verabschiedung mit dem wenig feierlichen Klang von Vuvuzelas begleiten. Im Internet riefen sie dazu auf, am Donnerstagabend vor Schloss Bellevue in Berlin zu erscheinen und dann mehr als eine Stunde lang die Lärminstrumente anzustimmen.

Eine dazu eingerichtete Facebook-Seite führt ein Programm mit "langsamen Anblasen" und "würdevollem Unterblasen des Fackelzuges" auf. Die erste Idee zu der Aktion kam von dem Journalisten und Blogger Mario Sixtus, der bereits am 24. Februar im Internet-Dienst Twitter schrieb: "Ich könnte mir vorstellen, dass viele Bürger dieses musikalische Ereignis mit ihren Vuvuzelas unterstützen wollen". Später schrieb er, es sei doch verständlich, dass in einem demokratischen Land das Volk dem Ex-Präsidenten "gerne den Marsch blasen würde".

Eine Twitter-Nutzerin namens Jule @Augenschmaus griff die Idee auf und bastelte eine Facebook-Seite mit dem Titel "Vuvuzelas für Wulff zum Zapfenstreich". Die Adresse dorthin wurde zwar per Twitter herumgereicht, dennoch verzeichnet die Seite zur Stunde lediglich gut 1.000 "Gefällt mir"-Angaben (derzeit allerdings mit rapide steigender Tendenz). "Um der Sache noch mehr Auftrieb zu verleihen" wurde inzwischen auch eine Facebook-Veranstaltung eingerichtet - bislang allerdings ebenfalls mit magerem Ergebnis.. Ein Aufruf zum Tankboykott am 1. März hatte auf diese Weise vor Kurzem mehr als 1,3 Millionen Teilnahme-Zusagen generiert, bevor der Veranstalter kalte Füße bekam und den Stecker zog.

Diskutiert wird nun auf Facebook unter anderem, wie wohl das Bundespräsidialamt zu der Sache steht und ob womöglich eine Art Bannmeile um Schloss Bellevue eingerichtet wird, um eine Störung der Zeremonie zu vermeiden. Eine offizielle Stellungnahme liegt derzeit aber noch nicht vor. Dafür gibt es auf Twitter inzwischen einige öffentliche Fragen, wo in Berlin denn heute noch kurzfristig Vuvuzelas aufzutreiben seien.

Quelle: n-tv.de, tle mit dpa

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