Ermittlungen gegen JournalistenAnkara bestellt deutschen Botschafter einBei zwei türkischen Journalisten einer regierungsnahen Zeitung rücken am Morgen in Frankfurt die Ermittler an. Festnahmen gibt es nicht. Ankara protestiert und spricht von Einschüchterung. Eine Rolle in dem Fall spielt offenbar die Gülen-Bewegung17.05.2023
Rückgabe der Benin-BronzenEin Skandal, der keiner istDeutschland gibt die Benin-Bronzen, die während der Kolonialzeit nach Berlin gelangten, an Nigeria zurück. Der Präsident des Landes will sie der früheren Königsfamilie Benins übergeben. Das Unverständnis darüber zeigt: Afrikas Perspektive wird noch immer ausgeblendet. 10.05.2023Simone Schlindwein, Uganda
Evakuierung erfolgreichUSA fliegen Botschaftspersonal aus Sudan ausEine Woche nach dem Ausbruch der schweren Kämpfe im Sudan gelingt es den USA, ihr diplomatisches Personal zu evakuieren. Die RSF-Miliz will auch anderen Ländern ermöglichen, ihre Staatsbürger in Sicherheit zu bringen. Im Auswärtigen Amt tagt der Krisenstab. 23.04.2023
Deutschlands neuer China-Kurs"Das Ziel ist, weniger verwundbar zu sein"Nach Baerbocks China-Reise geht die Debatte über den Umgang mit Peking weiter. Die grüne Staatssekretärin Franziska Brantner erklärt im ntv.de-Interview, dass sich Deutschland von China nicht abwende. Es gehe vielmehr darum, Risiken zu mindern. Sie hoffe, "dass die SPD aus den Abhängigkeiten von Russland gelernt hat".21.04.2023
Berlin bedauert EntwicklungDeutschland weist Botschafterin des Tschad ausOffenbar weil er sich zu sehr in die Regierungsführung im Tschad eingemischt hatte, weist das Land den deutschen Botschafter aus. Entgegen ihrer Ankündigung hat die dortige Militärjunta keine Wahlen angesetzt. Berlin reagiert nun spiegelbildlich.11.04.2023
"Unhöfliche Haltung"Tschad weist deutschen Botschafter ausJan-Christian Gordon Kricke ist ein erfahrener Diplomat. Doch seine Amtszeit als deutscher Botschaft im Tschad ist nach nur knapp zwei Jahren vorbei: Die Regierung des zentralafrikanischen Landes erklärt ihn ohne nähere Angaben von Gründen zur Persona non grata. 08.04.2023
Russische Atomwaffen in BelarusBundesregierung wirft Putin "nukleare Einschüchterung" vorKremlchef Putin kündigt an, taktische Atomwaffen in Belarus stationieren zu wollen. Die Reaktionen darauf fallen verhalten aus: Berlin nennt den Vergleich zur NATO, mit der Russland die Maßnahme begründet, "irreführend". Die USA geben sich betont gelassen.26.03.2023
Leitlinien und BotschafterinBaerbock verankert feministische Außenpolitik als ArbeitsprinzipAußenministerin Baerbock und Entwicklungsministerin Schulze wollen ihre Behörden so umbauen, dass Frauen vollständig gleichberechtigt sind. Auch in ihrer Politik wollen die Ministerinnen Frauenrechte fördern. Diese seien "ein Gradmesser für den Zustand unserer Gesellschaften", so Baerbock.28.02.2023
Feministische AußenpolitikBaerbock legt Leitlinien-Katalog vorAls die Ampelparteien im November 2021 ihren Koalitionsvertrag aushandeln, kommt darin auch der Begriff der feministischen Außenpolitik vor. Die zielt darauf, Rechte, Ressourcen und Repräsentanz von Frauen und Mädchen weltweit zu stärken. In einem 80-seitigen Katalog erklärt das Außenministerium nun, wie das konkret geschehen soll. 28.02.2023
Nach Todesurteil gegen SharmahdAuswärtiges Amt weist zwei Iran-Diplomaten ausEin Gericht in Teheran verurteilt den deutsch-iranische Aktivisten Sharmahd wegen Terrorvorwürfen zum Tode. In Deutschland ist die Empörung groß. Das Auswärtiges Amt erklärt jetzt zwei iranische Diplomaten zu unerwünschten Personen. Ein Versuch, das Urteil noch abzuwenden.22.02.2023