"Wir erwarten Entschuldigung"König Charles besucht KeniaGroßbritanniens König Charles und seine Frau Camilla sind zum Staatsbesuch in Kenia eingetroffen. Sicher nicht die einfachste Reise für den Monarchen, seit er vor einem Jahr den Thron bestiegen hat. Schließlich blicken die Briten auf eine unrühmliche Kolonialvergangenheit in dem Land zurück.31.10.2023
Treffen mit Maji-Maji-NachfahrenSteinmeier will Kolonialgeschichte in Tansania aufarbeitenDie Debatte um die Aufarbeitung der deutschen Kolonialvergangenheit wird immer lauter. Nun reist der Bundespräsident in die ehemalige Kolonie Deutsch-Ostafrika im heutigen Tansania, um sich der blutigen deutschen Geschichte auf dem afrikanischen Kontinent zu stellen.29.10.2023
Eine Entschuldigung reicht nichtProtestierende in Kapstadt fordern Entschädigung für SklavereiZum ersten Mal in seiner Amtszeit besucht der niederländische König Willem-Alexander die ehemalige niederländische Kolonie Südafrika. Bereits im Sommer entschuldigt er sich für die Gräueltaten während der Zeit der Versklavung. Doch vor allem Angehörige der Khoisa-Volksgruppen fordern mehr als nur Worte.20.10.2023
Rehabilitiert nach 228 JahrenNiederlande ehren Anführer von Sklavenaufstand als Helden1795 erhebt sich der Sklave Tula in der niederländischen Kolonie Curaçao und führt einen Aufstand an. Dieser wird blutig niedergeschlagen und er hingerichtet. Mehr als 200 Jahre nach seinem Tod wird Tula nun von den Niederlanden rehabilitiert. 05.10.2023
Konzept soll bis 2024 vorliegenBerlin will Orte des Kolonialismus markierenZur Kaiserzeit ist Berlin Reichshauptstadt und damit Zentrum deutscher Kolonialherrschaft. Daher tragen Straßen und Plätze der Stadt bis heute mit dem Kolonialismus verbundene Namen. Nun kündigt Berlins Kultursenator Chialo an, bisher unmarkierte Orte dieser Vergangenheit im Stadtraum zu würdigen. 20.09.2023
DNA-Abgleich liefert BeweisFamilie Molelia verlangt Rückkehr der AhnenÜber ein Jahrhundert lang liegen unbekannte Schädel in Berliner Kellern. Sie sind Raubgut aus der Kolonialzeit, aber woher? Jetzt beweisen DNA-Abgleiche: Sie stammen aus Tansania. Die Familien der Toten dort fordern nun deren Rückgabe.17.09.2023Von Simone Schlindwein, Kampala
Schwarzer Philosoph Europas"Anton Wilhelm Amo war kein Exot oder Außenseiter"Nach jahrelangem Streit wird die Berliner Mohrenstraße nach Anton Wilhelm Amo benannt. Der britische Historiker Jeff Bowersox wirbt dafür, den ersten schwarzen Philosophen Europas als jemanden zu sehen, der "uns etwas Unerwartetes über die Vergangenheit erzählen kann".15.07.2023
Gericht weist Klage abBerliner Mohrenstraße darf umbenannt werdenAnton Wilhelm Amo wurde im 18. Jahrhundert aus Ghana nach Deutschland verschleppt. Er gilt als der erste bekannte Philosoph und Rechtswissenschaftler afrikanischer Herkunft. Ihm zu Ehren wird eine Straße in Berlin umbenannt. Gegen die Tilgung der "Mohrenstraße" hatte es Klagen gegeben - ohne Erfolg.06.07.2023
Historiker Plokhy im Interview"Der Zerfall Russlands dauert noch an"Der ukrainische Historiker Serhii Plokhy sieht Russland als zerfallendes Imperium: "So wie ich die Geschichte Russlands betrachte, begann der Zerfallsprozess in der Mitte des Ersten Weltkriegs, und er dauert immer noch an", sagt er im Interview.25.06.2023
Kritik bei Krönung von CharlesTV-Moderator nimmt nach rassistischem Hass AuszeitDie kolonialen Verbrechen, die im Namen der britischen Krone begangen wurden, belasten indigene Menschen in Australien noch heute. Weil ein TV-Journalist im Zuge der Krönungsfeier von Charles III. darauf hinweist, schlägt ihm eine Welle des Hasses entgegen. Jetzt zieht er Konsequenzen.20.05.2023