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Studie zeigt hohe Kapitalmarktaktivität46 Prozent der Deutschen investieren in Aktien, Fonds oder ETFs

23.09.2026, 10:55 Uhr
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(Foto: picture alliance / SZ Photo)

Die Deutschen sind einer Studie zufolge deutlich aktiver am Kapitalmarkt als ihr Ruf als "Land der Sparer" vermuten lässt.

Demnach investieren 46 Prozent der Befragten hierzulande in Aktien, Anleihen, Fonds oder ETFs, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung der Bank ING hervorgeht. Dies sei der dritthöchste Wert unter elf untersuchten europäischen Ländern und der höchste unter den sechs größten Volkswirtschaften der Euro-Zone. "Die Deutschen investieren häufiger, als ihr Ruf vermuten lässt", sagte ING-Chefvolkswirt Carsten Brzeski. "Vor allem bei jüngeren Generationen ist die Bereitschaft, Kapitalmarktanlagen zu nutzen, inzwischen weit verbreitet."

Trotz dieser Entwicklung bevorzugen die Deutschen der Studie zufolge weiterhin das klassische Zinssparen auf Konten. Diese Vorsicht hat jedoch ihren Preis. Durch die Vorliebe für Spareinlagen anstelle von Investmentfonds seien den deutschen Haushalten zwischen 1996 und 2025 Vermögenszuwächse von fast 400 Milliarden Euro entgangen, rechnen die Studienautoren vor. Bei einer Anlage in Aktien hätte der Zuwachs sogar mehr als 1,2 Billionen Euro betragen können.

Insgesamt beläuft sich der Bestand an Investmentfonds und börsennotierten Aktien demnach auf mehr als 2,1 Billionen Euro. Das entspricht fast der Hälfte des deutschen Bruttoinlandsprodukts.

Als größte Hürde für eine stärkeres Engagement am Kapitalmarkt gilt der Studie zufolge die Risikoaversion. Allerdings seien die Deutschen dabei nicht risikoscheuer als andere Europäer. An zweiter Stelle nennen die Deutschen jedoch den Wunsch nach Liquidität, also jederzeit verfügbarem Geld. Danach folgen fehlende finanzielle Mittel und mangelndes Wissen über Geldanlagen.

Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Ipsos im Juli und August 2026 online je rund 1000 Teilnehmer in Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Polen, Rumänien, der Schweiz, Spanien, der Türkei sowie Australien.

Quelle: ntv.de, rts

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