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Bitkom-Umfrage84 Prozent nutzen Navigationsapps – Orientierungssinn leidet

28.08.2026, 13:33 Uhr
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(Foto: IMAGO/Jochen Tack)

Die Mehrheit der Deutschen nutzt zur Orientierung digitale Navigationsapps.

Etwa die Hälfte von ihnen wäre ohne diese sogar im Alltag aufgeschmissen, wie eine am Freitag veröffentlichte Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigte. Demnach fühlten sich nur noch drei von zehn Menschen in der Lage, eine gedruckte Karte zur Orientierung zu nutzen.

84 Prozent der Deutschen über 16 Jahren nutzen Navigationsapps in ihrem Alltag, so das Ergebnis der Umfrage mit mehr als tausend Teilnehmenden. Zwei Drittel von ihnen schätzten ihren eigenen Orientierungssinn deshalb als geschwächt ein.

Dabei bestanden deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen unter 29 Jahren und über 41 Jahren. Während die Jüngeren sich nur zu 20 Prozent zutrauten, noch eine gedruckte Karte zu verwenden, waren es bei den Älteren immerhin 41 Prozent. Dabei waren 61 Prozent aller Befragten der Meinung, dass es wichtig sei, sich im Zweifel mit einer Papierkarte zurechtfinden zu können.

Navigationsapps seien zwar ein selbstverständlicher Begleiter, erklärte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. "Trotzdem kann es in Einzel- oder Notfällen helfen, sich auch ohne digitale Navigation orientieren zu können. Ist der Akku leer oder sind die Netze gestört, kommt man digital nicht weiter."

Vor allem in der Gruppe der Befragten bis 29 Jahren waren Navigationsapps bei 95 Prozent vertreten. In der Gruppe der über 65-Jährigen waren es 65 Prozent. Dabei werden die Apps allerdings eher unregelmäßig genutzt. Nur ein Prozent aller Befragten nutzte diese jeden Tag, 11 Prozent mehrmals die Woche und 16 Prozent etwa einmal die Woche. Mehrmals im Monat waren die Apps bei 23 Prozent der Befragten im Einsatz, 33 Prozent verwendeten diese einmal im Monat oder seltener.

Besonders im Urlaub liegt die Abhängigkeit von Navigationsapps allerdings weit oben. 58 Prozent aller Befragten gaben an, ohne derartige Apps auf Reisen erhebliche Probleme zu haben.

Quelle: ntv.de, AFP

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