Greenpeace warnt vor Risiken in SaporischschjaAtomkraftwerk war seit 2022 insgesamt 26 Mal ohne Strom

Die Umweltorganisation Greenpeace ist besorgt wegen der gehäuften Stromausfälle am russisch besetzten Atomkraftwerk Saporischschja in der Ukraine.
Seitdem russische Truppen das größte Kernkraftwerk Europas 2022 erobert hätten, sei es 26 Mal komplett von der Versorgung abgeschnitten gewesen. 14 dieser Fälle hatten sich seit Februar 2026 ereignet, sagten Fachleute von Greenpeace Ukraine in Kiew.
Zwar liegen die sechs Reaktoren still, das AKW braucht aber dauerhaft Strom, um den Atombrennstoff zu kühlen. "Der wiederholte Stopp der Stromversorgung von außen für das Kernkraftwerk Saporischschja ist ein grundlegendes Sicherheitsrisiko", sagte der Experte Jan Vande Putte.
Die letzte verbleibende Zuleitung zum Werk mit einer Spannung von 330 Kilovolt war Anfang September nach fast drei Wochen Ausfall repariert worden. Während dieser Zeit hatten Dieselgeneratoren für Kühlstrom gesorgt. Für die Reparatur handelte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zum wiederholten Mal eine örtlich begrenzte Waffenruhe aus.