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Studie von IBMCyberangriffe verursachen in Deutschland Rekordschäden

29.07.2026, 12:19 Uhr
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Angriffe auf IT-Systeme verursachen einer Studie zufolge immer größere Schäden.

Im laufenden Jahr koste ein Datenleck ein Unternehmen in Deutschland im Schnitt 4,25 Millionen Euro, ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des IT-Konzerns IBM. Dies sei ein Plus von rund zehn Prozent im Vergleich zu 2025. Der Grund hierfür sei vor allem der verstärkte Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) durch die Angreifer. Weltweit komme diese Technologie inzwischen bei mehr als einem Viertel der Cyberattacken zum Einsatz. Dies sei ein Anstieg um rund die Hälfte.

Die Hacker setzten dabei auf KI-gestützte Schadsoftware sowie auf Identitätsdiebstahl mithilfe von Deepfakes, hieß es weiter. Bei Letzterem sollen Nutzer durch täuschend echte Nachrichten dazu gebracht werden, sensible Informationen wie Zugangsdaten preiszugeben. "Die Nutzung von KI beschleunigt das Angriffstempo, ermöglicht die personalisierte Ansprache einer großen Anzahl potenzieller Opfer und erhöht so die Folgeschäden für Unternehmen", warnten die Autoren der Studie.

Daher sollten Unternehmen bei der Abwehr von Cyberangriffen verstärkt auf KI und Automatisierung setzen, riet Christine Barbara Müller, Sicherheitschefin bei IBM Deutschland. Ohne diese Technologie dauere es im Schnitt 40 Tage länger, um ein Datenleck zu schließen. "Das ist ein deutlicher Unterschied, der durchschnittlich Mehrkosten von 1,53 Millionen Euro verursacht. Trotzdem setzen bisher nur 32 Prozent der deutschen Unternehmen umfassend auf KI und automatisierte Sicherheitsfunktionen."

Dennoch waren heimische Firmen vergleichsweise schnell bei der Bekämpfung von Angriffen, betonten die Autoren der Studie. Sie benötigten im Schnitt 160 Tage, um ein Datenleck zu entdecken und zu schließen. Der weltweite Wert lag bei 247 Tagen.

In den vergangenen Wochen hat die Diskussion über wachsende Cyberrisiken durch KI an Fahrt aufgenommen: Für Schlagzeilen sorgte vor allem ein autonomer Hackerangriff eines außer Kontrolle geratenen KI-Modells des US-Entwicklers OpenAI. Sowohl OpenAI als auch der Konkurrent Anthropic dürfen ihre neuesten KI-Versionen, die sich durch verbesserte Fähigkeiten beim Aufspüren und Ausnutzen von IT-Schwachstellen auszeichnen, auf Druck der Regierung vorerst nicht veröffentlichen. Stattdessen erhalten ausgewählte Nutzer die Gelegenheit, ihre Systeme auf eventuelle Sicherheitslücken zu prüfen. 

Quelle: ntv.de, rts

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