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Über 400 Schulen beteiligtFrankreich: Schülerproteste halten weiterhin an

05.10.2026, 12:17 Uhr
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(Foto: Lou Benoist/AFP/dpa)

Die massiven Schülerproteste in Frankreich für eine bessere Ausstattung der Schulen und bessere Lernbedingungen sind in eine zweite Woche gestartet.

Am heutigen Morgen gab es erneut vielerorts Protest- und Blockadeaktionen an Gymnasien. Nach vorläufigen Angaben des Bildungsministeriums waren 413 Schulen von Protesten betroffen. Wie schon in der vergangenen Woche kam es dabei teils zu Ausschreitungen und Gewalt.

An einem Pariser Gymnasium wurde am Morgen mehrfach versucht, Feuer zu legen. Rund 100 Schüler mussten evakuiert werden. Auch die Polizeipräfektur im ostfranzösischen Nancy meldete Brandstiftungen sowie Angriffe mit Feuerwerkskörpern und Molotowcocktails. In Reims wurde wegen der Schülerproteste der Straßenbahnverkehr eingestellt. An landesweit 400 bis 500 Schulen war der Unterricht aus Sicherheitsgründen ganz oder teilweise ausgesetzt.

Premierminister Sébastien Lecornu rief die Ministerien am Sonntagabend auf, konkrete Verbesserungen an den Schulen des Landes einzuleiten. Der Staat verlange von den Schülern der Oberstufe, ihre Zukunft vorzubereiten, hieß es in einem Schreiben des Premiers. "Sie müssen sich darauf verlassen können, dass wir ihnen die dafür notwendigen Mittel zur Verfügung stellen, unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund, ihrem Wohnort oder ihrem Bildungsweg."

Es gehe um Unterrichtsausfall, heruntergekommene Räumlichkeiten, zu lange Schultage, Unsicherheit hinsichtlich der beruflichen Orientierung und ein über die Schule hinausgehendes allgemeines Gefühl, nicht gehört zu werden, sagte der Premier. Auch viele Schulbeschäftigte teilten diese Sorgen. Die Schüler müssten mit ihren legitimen Sorgen Gehör finden, Gewalt und eine Instrumentalisierung der Proteste aber seien inakzeptabel.

Quelle: ntv.de, dpa

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