IG Metall beschließt TarifforderungGewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Geld und Beschäftigungssicherung

Die IG Metall fordert in der anstehenden Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie fünf Prozent mehr Geld und will zudem über Beschäftigungssicherung im krisengeplagten Teil der Industrie verhandeln.
Das beschloss der Vorstand der Gewerkschaft am Mittwoch nach entsprechenden Beschlüssen in den sieben Tarifbezirken am Dienstag. "Wir gehen mit kämpferischem Realismus in die Verhandlungen", erklärte IG-Metall-Chefin Christiane Benner. Die Arbeitgeberverbände wiesen die Forderung zurück. Sie drängen auf niedrigere Arbeitskosten, um die Krise in weiten Teilen der Branche zu überwinden und den Stellenabbau zu beenden.
Die Tarifverhandlungen für die größte deutsche Industriesparte mit rund 3,7 Millionen Beschäftigten werden von Krisen in großen Teilen der Branche überschattet. So baut die Autoindustrie massiv Stellen ab, Werksschließungen drohen - dagegen protestierten rund 175.000 Beschäftigte auf einem bundesweiten Aktionstag der IG Metall. Angeschlagen ist auch der Maschinenbau. In anderen Zweigen wie der Luft- und Raumfahrt oder der IT-Industrie ist die Lage nach Einschätzung der Gewerkschaft hingegen besser. Die Gewerkschaft will deshalb über Beschäftigungs- und Standortsicherung verhandeln.
Die Verhandlungen beginnen in den Bezirken Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg am 7. Oktober, die anderen Tarifgebiete folgen in den Tagen darauf. Bis Ende Oktober könnte es eine zweite Verhandlungsrunde geben. Die Friedenspflicht endet mit dem Auslaufen des aktuellen Tarifvertrages am 31. Oktober - danach sind Warnstreiks möglich.