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"Ich träume davon, nach Beirut zu fahren"Israels Präsident wendet sich mit Friedensbotschaft an das libanesische Volk

10.06.2026, 17:41 Uhr
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Herzog verteidigt die Angriffe auf iranische Öldepots. (Archivbild) (Foto: Peter Klaunzer/Keystone/dpa)

Direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon über eine dauerhafte Friedensregelung haben bisher keinen Durchbruch gebracht. Nun wendet sich Israels Präsident Herzog an das libanesische Volk.

Der israelische Präsident Izchak Herzog hat sich mit einer Friedensbotschaft in arabischer Sprache an das libanesische Volk gewandt. «Von der Nordgrenze (Israels) strecke ich die Hand zum Frieden aus, dem libanesischen Präsidenten und dem libanesischen Volk», sagte Herzog. Der Libanon müsse frei sein vom Einfluss der proiranischen Hisbollah-Miliz, des Irans und von Terrororganisationen und als freier und souveräner Staat existieren, forderte er. 

«Ich träume davon, nach Beirut zu fahren», sagte Herzog weiter. Dieser Traum könne Wirklichkeit werden, «aber nur, wenn die Zukunft des Libanons in Beirut und nicht in Teheran bestimmt wird». 

In einer weiteren Botschaft in englischer Sprache sagte der Präsident: «Die Situation ist sehr klar: Wir in Israel wollen Frieden mit dem Libanon.» Das israelische Volk unterstütze dies. Dafür müssten die libanesische Führung und das libanesische Volk aber klarmachen, «dass sie Frieden und nicht Terror wollen». 

Gegenseitiger Beschuss trotz Waffenruhe-Erklärung

Ungeachtet einer Waffenruhe greifen sich Israel und die Hisbollah weiterhin gegenseitig an. Das israelische Militär ist weiterhin mit Truppen im Libanon präsent und rückte zuletzt auch immer weiter vor. Bei Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Repräsentanten in Washington über eine dauerhafte Waffenruhe hat es bisher keinen Durchbruch gegeben. 

Der Libanon und Israel pflegen keine diplomatischen Beziehungen und haben nie ein Friedensabkommen geschlossen. Seit April sprechen israelische und libanesische Regierungsvertreter zum ersten Mal seit 1983 auf politischer Ebene direkt miteinander.

Quelle: ntv.de, dpa

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