Eskalation im Jemen Kreise: Pakistan schickt Militärhilfe an seinen Verbündeten Saudi-Arabien

Der Konflikt der Huthi-Miliz im Jemen mit Saudi-Arabien eskaliert. Nach Angaben aus Geheimdienstkreisen schickt Pakistan Militärhilfe nach Riad.
Im Zuge der Eskalation im Jemen schickt Pakistan Geheimdienstquellen zufolge Militärhilfe an seinen Verbündeten Saudi-Arabien. Zudem werde Gerät, das sich bereits in Saudi-Arabien befindet, für eine großflächige Verteidigung neu ausgerichtet, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen in Islamabad.
Unter dem neuen Material befinden sich demnach Artilleriesysteme, Drohnen und Systeme zur Drohnenabwehr, hieß es weiter. Zu einem umgehenden Einsatz der neuen Waffensysteme sagten die Quellen nichts. Unter einer langanhaltenden Militärpartnerschaft sind bereits pakistanische Einheiten in Saudi-Arabien stationiert. Seit Anfang August stehen die beiden Länder auch mit der Türkei in einem gemeinsamen Verteidigungspakt. Jeder bewaffnete Angriff gegen einen der drei Staaten gelte als Attacke auf alle drei Bündnispartner, hieß es bei Abschluss des Bündnisses.
Konflikt im Jemen bedroht Schifffahrt
Aus den Geheimdienstkreisen in Pakistan kam auch eine Drohung. Pakistan und die Türkei würden im Falle einer Blockade der wichtigen Seepassage Bab al-Mandab durch die Huthi-Miliz in dem Konflikt «aktiv» werden, hieß es. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hatte in der vergangenen Woche in einer Blitzoffensive die Westküste des Jemens eingenommen und sich damit Zugriff auf die wichtige Meerenge am Eingang zum Roten Meer verschafft. Saudi-Arabien gerät seit der neuen Eskalation im Jemen-Krieg wieder unter Beschuss aus dem südlichen Nachbarland.