Polizei testet neue KontrollmethodeLKW-Abstandsmessung per Drohne

Mit moderner Technik gegen Verkehrssünder: Die Polizei in Baden-Württemberg könnte künftig mit Hilfe von Drohnen landesweit den Sicherheitsabstand von Lastwagen auf Autobahnen besser kontrollieren.
Ein seit Mai laufendes Pilotprojekt der Verkehrspolizeiinspektion Zimmern ob Rottweil soll zeigen, wie die Technik landesweit eingesetzt werden kann.
Bei den Kontrollen überwacht eine Drohne den Verkehr aus der Luft und erfasst dabei die Abstände der Lastwagen untereinander. Zu geringer Abstand gilt als häufige Ursache für schwere Auffahrunfälle. Die neue Methode soll den Beamten eine bessere Übersicht über das Verkehrsgeschehen ermöglichen.
Das Projekt ist nach Angaben der Polizei in Baden-Württemberg einmalig, in Deutschland wurde es etwa in Sachsen-Anhalt schon erprobt. Nach Abschluss der Pilotphase soll geprüft werden, ob das Verfahren bei allen Verkehrspolizeiinspektionen im Südwesten eingesetzt werden kann.
Für Innenminister Manuel Hagel ist das Pilotprojekt auch strategisch wichtig. Man setze derzeit alles daran, Projekte wie dieses an den Start zu bringen. "Wir in Baden-Württemberg haben das klare Ziel, beim Thema Drohnen die Nase vorn zu haben. Baden-Württemberg muss Drohnen-Leitregion werden", sagte Hagel.
Drohnen könnten nicht nur zum Schutz und zur Abwehr fremder Gefahren zum Einsatz kommen, sondern auch für innovative Projekte, die der Polizei das Leben leichter machen könnten. "Gerade dort, wo das Unfallrisiko besonders hoch ist und andere Abstandskontrollen schwierig sind, können Drohnen die Verkehrssicherheit ganz entscheidend erhöhen", sagte Hagel.