Dritter Erkrankter verstorbenMalariafall nahe Frankfurter Flughafen endet tödlich

Nach zwei nahe des Frankfurter Flughafens aufgetauchten Malariafällen ist einer der Erkrankten gestorben.
Der Betroffene wohnte in unmittelbarer Nähe zum Flughafen, wie die Stadt Frankfurt am Main am Donnerstag mitteilte. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit der im Juli bekannt gewordenen Flughafenmalaria stieg damit auf drei.
Seit Anfang Juli erkrankten insgesamt sechs Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens an Malaria. Zwei von ihnen starben an den Folgen der Infektion. Keiner von ihnen hatte sich zuvor in einem Malariagebiet aufgehalten.
Am Dienstag gab die Stadt zwei weitere Infektionsfälle außerhalb des Flughafens im Stadtteil Schwanheim bekannt. Die Betroffenen aus zwei unterschiedlichen Haushalten arbeiteten nicht am Flughafen und waren auch nicht in einem Malariagebiet. Wie sie sich infizierten, war unklar.
Nach Angaben des Gesundheitsamts wurden seit Wochenbeginn keine weiteren Infektionen gemeldet. Demnach wird die Krankheit im Alltagskontakt nicht von Mensch zu Mensch übertragen. Für eine Übertragung ist ein Stich einer infizierten Mücke nötig.
Vermutlich war daher eine infizierte Mücke, die in einem Flugzeug nach Deutschland kam, der Grund für die Infektionen. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag ist davon auszugehen, dass die Infektionen von einer per Flug importierten Anophelesmücke herrührten. Wie es zu der Verbreitung kommen konnte, werde untersucht.
Normalerweise kommt Malaria in Deutschland nur bei Fernreisenden vor, die sich im Ausland infiziert haben. Eine Flughafenmalaria ist laut RKI hierzulande ein seltenes Ereignis, der letzte Fall sei 2023 dokumentiert worden. Für die Betroffenen könne dies zur Folge haben, dass sie erst spät diagnostiziert werden.