Kurznachrichten

Bürgerkrieg in Libyen Mehr als 600 Migranten in Libyen gewaltsam inhaftiert

Einem Bericht zufolge sind im nordafrikanischem Libyen Hunderte Migranten gewaltsam inhaftiert worden. Mehr als 600 Menschen seien am Montagmorgen in der Hauptstadt Tripolis festgenommen worden, teilten die Hilfsorganisationen Norwegischer Flüchtlingsrat (NRC) und das International Rescue Committe (IRC) mit.

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Migranten hatten demnach vor einem ehemaligen Hilfszentrum kampiert. Es habe Verletzte gegeben. Nähere Informationen waren zunächst nicht bekannt.

Die Hilfsorganisationen forderten von den libyschen Behörden, die Migranten freizulassen und vor Gewalt zu schützen. "Zeugen haben uns berichtet, dass sie heute Morgen gewaltsam angegriffen wurden und dass behelfsmäßige Zelte niedergebrannt wurden", sagte der NRC-Landesdirektor in Libyen, Dax Roque, laut der Mitteilung. "Dies ist der Höhepunkt einer katastrophalen Situation, die sich in den letzten Monaten verschlechtert hat."

Das Bürgerkriegsland Libyen hat sich in den vergangenen Jahren zum wichtigsten Transitland für Migranten entwickelt, die über das Mittelmeer nach Europa kommen wollen. Migranten sind Menschenrechtlern zufolge in Libyen immer wieder Gewalt, Erpressung und Zwangsarbeit ausgesetzt. Die ursprünglich für Ende Dezember 2021 geplante Präsidentenwahl im Land hat immer noch keinen neuen Termin.

Quelle: ntv.de, dpa

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