Kurznachrichten

Vonovia bietet künftiger Regierung Dialog anMucic fordert Neubau und bezahlbare Mieten statt Vergesellschaftung

21.09.2026, 12:07 Uhr
image
(Foto: dpa)

Der Immobilienriese Vonovia streckt einer künftigen Berliner Landesregierung die Hand zum Dialog über den Wohnungsmarkt in der Hauptstadt aus.

"Vonovia steht auch einer künftigen Berliner Landesregierung als konstruktiver Gesprächspartner zur Verfügung und versteht sich als Teil der Lösung, um den Wohnungsmarkt in Berlin durch Neubau und bezahlbare Mieten zu entspannen", sagte Vonovia-Chef Luka Mucic am Montag nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin. Gefragt seien mehr Neubau, verlässliche Rahmenbedingungen und Zusammenarbeit, betonte er: "Denn Vergesellschaftung schafft keine einzige neue Wohnung."

Die Linke hatte sich für eine Enteignung großer Immobilienfirmen ausgesprochen. Die Partei mit Spitzenkandidatin Elif Eralp, die nun Regierende Bürgermeisterin werden könnte, beruft sich dabei auf den Volksentscheid vom September 2021. Bei diesem gab es eine klare Mehrheit von 58 Prozent dafür, einen Gesetzentwurf für Enteignungen auszuarbeiten. Dies geschah bisher aber nicht. 220.000 Wohnungen sollen laut Linken in die öffentliche Hand überführt werden. Eralp will auch hart durchgreifen gegen Spekulationen auf dem Wohnungsmarkt - etwa mit Maßnahmen gegen Mietwucher. "Wenn die Linke regiert, wird vergesellschaftet", bekräftigte die 45-Jährige am Wahlabend.

Die Grünen waren im Wahlkampf offen für eine Enteignung von Wohnungsunternehmen, sehen aber noch viele ungeklärte Fragen. Die SPD hatte sich klar gegen die Pläne der Linken positioniert.

Vonovia und die Tochter Deutsche Wohnen verfügen in Berlin und Umgebung über rund 138.000 Wohnungen.

Quelle: ntv.de, rts

Regionales