Kurznachrichten

"Konnten Exekution zuvorkommen"Polen: Russe hat mutmaßlich Mordanschlag auf US-Bürger geplant

13.08.2026, 16:43 Uhr
Regierungschef-Tusk-hat-nach-eigenen-Angaben-Hilfsangebote-fuer-die-polnische-Luftverteidigung-bekommen
(Foto: Chancellery of the Prime Ministe)

Polens Geheimdienst hat nach Regierungsangaben einen Russen gefasst, der einen Mordanschlag auf einen Mann mit ukrainischer und US-Staatsbürgerschaft geplant haben soll.

Das potenzielle Mordopfer sei unbequem für das System von Russlands Präsident Wladimir Putin gewesen, sagte Regierungschef Donald Tusk in Warschau. "Dank einer blitzschnellen Aktion konnten wir dieser Exekution zuvorkommen." Dabei habe man auch mit den US-Geheimdiensten zusammengearbeitet.

Die Festnahme sei bereits am 7. August erfolgt, schrieb Geheimdienst-Koordinator Tomasz Simoniak auf X. Der russische Staatsbürger habe den Anschlag auf Anweisung eines fremden Geheimdienstes vorbereitet. Die Tat sei in Warschau geplant gewesen.

"Dies ist der erste Fall, bei dem jemand aus Russland einen Anschlag auf einen US-Bürger auf dem Gebiet eines Nato-Landes geplant hat", sagte Regierungschef Tusk. Mitte Juni hatten Todesschüsse auf einen im polnischen Exil lebenden kremlkritischen russischen Künstler für Schlagzeilen gesorgt. Tusk sprach damals von einem politisch motivierten Mord. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen.

Das EU- und Nato-Land Polen ist einer der wichtigsten politischen und militärischen Unterstützer der von Russland angegriffenen Ukraine. Es hat auch knapp eine Million Flüchtlinge aus dem Nachbarland aufgenommen. Die Regierung in Warschau wirft den Geheimdiensten Russlands und seines Verbündeten Belarus vor, viele Agenten ins Land zu schicken.

Quelle: ntv.de, dpa

Regionales