Unter neuem NamenThyssenkrupp setzt mit seiner Handelstochter auf den nordamerikanischen Markt

Thyssenkrupp will seine Handelstochter Materials Services unter einem neuen Namen fit für die Eigenständigkeit machen und setzt auf den Markt in Nordamerika.
Thyssenkrupp will seine Handelstochter Materials Services unter einem neuen Namen fit für die Eigenständigkeit machen und setzt auf den Markt in Nordamerika. "Nordamerika ist für uns ein großes Wachstumsfeld", sagte die Chefin der Sparte, Ilse Henne, am Mittwoch bei der Markenpräsentation in Dortmund. "Wir werden dort organisch wachsen und schauen uns auch mögliche Akquisitionen an." Ein paar kleinere Akquisitionen habe man schon getätigt. Der nordamerikanische Markt biete noch Möglichkeiten für eine Konsolidierung.
Das Unternehmen mit über 15.000 Mitarbeitern soll künftig tk accelis heißen. Der neue Name leite sich von den englischen Begriffen "accelerate" und "access" ab und stehe für schnelle Lieferung und Prozesseffizienz sowie für die Verfügbarkeit von Materialien und Dienstleistungen. "Wir haben uns in den letzten Monaten auf unserer Reise in die Kapitalmarktfähigkeit gut weiter entwickelt", betonte Henne. Die Ergebnisse seien von Quartal zu Quartal verbessert worden.
GESCHÄFTE SOLLEN EIGENSTÄNDIG WERDEN
Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2025/26 (Januar–März) hat tk accelis dem Konzern zufolge seinen Umsatz um fünf Prozent auf 3,2 Milliarden Euro erhöht. Das operative Ergebnis (bereinigtes Ebit) sei um 179 Prozent auf 81 Millionen Euro gestiegen. Die Sparte bietet unter anderem Logistik- und Verarbeitungsdienstleistungen für Materialien wie Stahl und Kunststoffe. In die Branche ist zuletzt Bewegung gekommen. So wird der kleinere Rivale Klöckner & Co vom US-Wettbewerber Worthington Steel geschluckt.
Ziel sei, die Kapitalmarktfähigkeit zu erreichen, betonte Henne. "Unser neuer Name tk accelis treibt unsere Vorbereitungen auf die Kapitalmarktreife voran." Wann dies der Fall sein könnte und auf welchem Wege, - Verkauf oder Börsengang - sagte sie nicht. Konzernchef Miguel Lopez will das einst weit verzweigte Konglomerat in eine schlanke Holding umwandeln. Das Wasserstoffgeschäft mit der Tochter Nucera ist inzwischen ebenso an der Börse notiert wie die Rüstungsschmiede TKMS