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"Weltweit knapp"Tiefseebergbau: Japan will umfassenden Abbauversuch von Seltenen Erden starten

24.07.2026, 15:11 Uhr
Japanische-Flagge-weht-vor-einem-blauen-Himmel
(Foto: picture alliance / imageBROKER)

Nach dem Fund von Seltene-Erden-Mineralien im Meeresboden will Japan Anfang nächsten Jahres einen Abbauversuch wagen.

Nach dem Fund von Seltene-Erden-Mineralien im Meeresboden will Japan Anfang nächsten Jahres einen Abbauversuch wagen. Die bei einer Expedition nahe der abgelegenen Pazifikinsel Minami Torishima gewonnenen Proben aus einer Tiefe von etwa 6000 Metern wiesen Spuren von Yttrium auf, wie die japanische Regierungschefin Sanae Takaichi am Freitag im Onlinedienst X mitteilte. Yttrium sei "weltweit knapp".

"Auf der Grundlage dieses Erfolgs planen wir, im nächsten Jahr einen umfassenden Abbauversuch auszuführen", fuhr Takaichi fort. Japan werde Maßnahmen ergreifen, um die "Widerstandsfähigkeit der Lieferketten zu stärken", um "nicht übermäßig von bestimmten Ländern abhängig zu sein". Dabei würden sowohl Regierung als auch Privatsektor voll einbezogen.

Yttrium wird Sanaichi zufolge unter anderem in der Automobil- und Halbleiterindustrie eingesetzt. Die japanische Agentur für Meereswissenschaften und -technologie erklärte, dass in den 50 Tonnen geborgenen Meeresbodenmaterial auch die beiden Seltene-Erden-Elemente Gadolinium und Dysprosium nachgewiesen worden seien.

Bergbaukonzerne drängen seit langem darauf, wertvolle Mineralien am Meeresgrund abzubauen. Wissenschaftler und Umweltgruppen befürchten, dass der Tiefseebergbau unberührte Unterwasser-Ökosysteme dauerhaft zerstört.

Quelle: ntv.de, AFP

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