Zustrom erhöht Druck auf DschibutiUNO: Mehr als 112.000 Menschen durch erneute Kämpfe im Jemen vertrieben

Die erneuten Kämpfe im Jemen haben UN-Angaben zufolge bislang mehr als 112.000 Menschen innerhalb des Landes in die Flucht getrieben.
Die erneuten Kämpfe im Jemen haben UN-Angaben zufolge bislang mehr als 112.000 Menschen innerhalb des Landes in die Flucht getrieben. Besonders betroffen waren Bewohner der Westküste sowie der Provinzen Tais und Lahidsch, wie die zur UNO gehörende Internationale Organisation für Migration (IOM) am Freitag mitteilte. Weitere 3000 Menschen traten nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) die gefährliche Flucht über das Rote Meer ins ostafrikanische Dschibuti an.
Der Zustrom der Menschen aus dem Jemen erhöhe den Druck auf das nur eine Million Einwohner zählende Dschibuti, das bereits 36.000 Geflüchtete aus Somalia und Äthiopien aufgenommen habe, erklärte die dortige UNHCR-Vertreterin Sandrine Desamours. Auch wenn die Zahl der Menschen aus dem Jemen gering erscheine, müsse sie im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung des ostafrikanischen Landes gesehen werden.
Die pro-iranische Huthi-Miliz im Jemen hatte in der vergangenen Woche in einer Blitzoffensive gegen die Regierungstruppen die Kontrolle über die gesamte Küste am Roten Meer und das Gebiet an der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab übernommen. Im Zuge der jüngsten Kämpfe wurden hunderte Menschen getötet, zudem hat sich die humanitäre Krise in dem Bürgerkriegsland verschärft.