1,2 Prozent AnstiegUS-Einzelhandel hat Umsatz im August stärker gesteigert als erwartet

Die US-Einzelhändler haben ihren Umsatz im August kräftiger als erwartet gesteigert.
Die Einnahmen erhöhten sich um 1,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Handelsministerium in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Experten hatten mit einem Zuwachs von 0,8 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang von revidiert 0,5 Prozent im Juli.
"Dank gestiegener Pkw-Verkaufszahlen ergab sich ein kräftiges Plus beim Einzelhandelsumsatz im August", erläutert Helaba-Experte Ralf Umlauf und fügt an: "Die deutlich erhöhten Benzin- und Dieselpreise haben ebenso einen großen Beitrag zu dem nominalen Plus geliefert, was aber eher kritisch zu sehen ist." NordLB-Analyst Tobias Basse spricht mit Blick auf die stärker als erwartet gestiegenen US-Einzelhandelsumsätze von "wirklich erfreulichen Angaben": "In jedem Fall bleibt der US-Konsument eine tragende Säule für die nordamerikanische Ökonomie."
Und dies, obwohl Preisschübe bei Energie infolge des Iran-Krieges das Teuerungsniveau in den USA hochhalten: Die Inflationsrate verharrte zuletzt bei 3,4 Prozent und dürfte nun die Notenbank aus der Reserve locken. An den Finanzmärkten wird damit gerechnet, dass die Federal Reserve (Fed) den Leitzins am Abend (20.00 Uhr MESZ) erstmals seit über drei Jahren anheben wird. Er könnte dann um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent steigen. Laut Notenbank-Chef Kevin Warsh steht die Fed als Hüterin der Preisstabilität in der Pflicht, dafür zu sorgen, dass die bereits seit Jahren erhöhte Inflation eingedämmt wird.