Wirtschaft

Trotz Corona-Krise Anstieg der Immobilienpreise ungebrochen

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Die Nachfrage nach Wohnraum ist vor allem in Ballungsräumen groß.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der massive Anstieg der Preise für Häuser und Wohnungen setzt sich auch in Pandemie-Zeiten fort. Durchschnittlich sind Wohnimmobilien im dritten Quartal 2020 knapp acht Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Ein baldiges Ende des Aufwärtstrends ist Experten zufolge nicht in Sicht.

Trotz der Corona-Krise sind die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland im vergangenen Quartal so stark gestiegen wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Von Juli bis September lagen sie im Schnitt um 7,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. "Damit stiegen die Preise trotz der Corona-Krise durchschnittlich so stark wie zuletzt im 4. Quartal 2016", hieß es dazu.

Damals hatte das Plus sogar 8,4 Prozent betragen. Verglichen mit dem Vorquartal verteuerten sich Wohnungen und Häuser im vergangenen Sommer um 2,6 Prozent. Die Nachfrage nach Wohnraum ist vor allem in Ballungsräumen groß. Weil dort die Preise in der Regel höher sind als auf dem Land, weichen Kaufinteressenten auch auf ländliche Regionen aus. Niedrige Bauzinsen heizen den Immobilienmarkt zusätzlich an.

Ein baldiges Ende des Aufwärtstrends ist Experten zufolge nicht in Sicht. An vielen Orten sei nicht genügend gebaut worden, weshalb Wohnungen entsprechend knapp und teuer seien, hieß es zuletzt etwa beim arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Zudem schichteten viele institutionelle Investoren ihre Gelder um und fassten dafür Immobilien für den Werterhalt ins Auge, was ebenfalls die Preise treiben dürfte.

Quelle: ntv.de, jki/rts