Wirtschaft

iPhone-App greift Screenshots ab Apple reagiert auf "Glassbox"-Vorwürfe

116347135.jpg

Wie nutzen App-Kunden ihr iPhone? Glassbox fertigt heimlich Bildschirm-Aufnahmen zur Auswertung an.

(Foto: picture alliance/dpa)

Hinweise auf eine gravierende Sicherheitslücke schreckt iPhone-Nutzer auf: In den Apps von zahlreichen prominenten Großkonzernen steckt eine Analyse-Software, die heimlich Screenshots zur Auswertung des Kundenverhaltens schießt. Apple droht, betroffene Angebote zu sperren.

Der US-Technologieriese Apple geht einem Medienbericht zufolge gegen Apps vor, die unerlaubt und ohne das Wissen der iPhone-Nutzer Screenshots speichern. Apple habe die Entwickler von Smartphone-Apps aufgefordert, keine Software mehr zu verwenden, die das Nutzerverhalten ohne Einverständnis aufzeichne, berichtete der Branchendienst "TechCrunch". Ansonsten würden die Programme aus dem App-Store genommen.

Apple
Apple 203,86

Die Nutzungsbedingungen des App-Stores verlangten, dass die Programme die Erlaubnis der Nutzer einholten, zitierte "TechCrunch" aus einer Mitteilung von Apple. Sie müssten den Nutzern "klar und deutlich" mitteilen, wann sie "aufzeichnen, hochladen oder auf eine andere Art die Nutzungsaktivität speichern".

"TechCrunch" hatte zuvor berichtet, dass zahlreiche Anwendungen ohne Wissen der Nutzer jede Aktion und jede Menübewegung innerhalb der App aufzeichnen. Die betroffenen Apps nutzen demnach alle dasselbe Analyse-Tool des gleichnamigen Anbieters Glassbox, ohne dass die Nutzer vom Anbieter der App auf diese Überwachung hingewiesen werden.

Das Problem: Um das Nutzerverhalten besser auswerten zu können, werden dabei heimlich und ohne Vorwarnung Bildschirmdarstellungen in Form von "Screenshots" übertragen. Dabei können mitunter auch persönliche Kundendaten wie etwa Kreditkartennummern, PINs und Passwörter ins Netz gelangen. Als Beispiele für Glassbox-Kunden, die die App einsetzen, nannte "TechCrunch" unter anderem einen populären Reisevermittler sowie auch Großbanken, Fluggesellschaften und eine Modekette.

*Datenschutz

Quelle: n-tv.de, mmo/AFP

Mehr zum Thema