Wirtschaft

Verkaufszahl bricht deutlich ein Auf Chinas Automarkt gehts weiter bergab

218707935.jpg

Der Mangel an Elektronikchips bremst die Erholung von der Corona-Pandemie auch auf dem Automarkt.

(Foto: picture alliance/dpa/XinHua)

Der Abwärtstrend am wichtigsten Automarkt der Welt setzt sich fort: Die Pkw-Verkäufe sinken im September um ein ganzes Sechstel - der stärkste Rückgang seit März 2020. Ursache ist auch hier der Mangel an Chips. Bei den E-Autos geht der Trend jedoch in die andere Richtung.

Der chinesische Automarkt hat auch im September einen herben Dämpfer erlitten. Die Auslieferungen von Pkw an die Kunden sackten gegenüber dem Vorjahresmonat um 17,3 Prozent auf 1,61 Millionen Fahrzeuge ab, wie der Branchenverband PCA (China Passenger Car Association) in Peking mitteilte. Der Verband misst die Verkäufe von Pkw, SUV, Minivans und kleineren Nutzfahrzeugen.

Seit einigen Monaten hakt es nach der Erholung von der Corona-Pandemie im wichtigsten Automarkt der Welt wieder, weil es unter anderem wegen Lockdowns in einigen asiatischen Ländern an Elektronikchips fehlt. Die Chip-Knappheit rund um den Erdball hat sich im dritten Quartal verschärft. Grund sind unter anderem steigende Corona-Infektionsfälle in Südostasien, wo Häfen teilweise geschlossen werden mussten.

In den letzten Monaten mussten viele Autofabriken in den USA und Japan die Produktion wegen des Halbleitermangels einstellen. In den USA sanken die Autoverkäufe im dritten Quartal um 25 Prozent, wie Wards Intelligence berichtete. Die Volkswagen-Tochter Skoda muss wegen des Chipmangels die Produktion in ihren tschechischen Werken vom 18. Oktober an bis zum Jahresende deutlich reduzieren oder sogar ganz stoppen.

Zuwachs bei Autos mit alternativen Antrieben

Mehr zum Thema

Trotz der Engpässe kletterte in China im September allerdings der Absatz sogenannter New-Energy-Vehicles, vor allem Elektrofahrzeuge. Wie die China Passenger Car Association weiter mitteilte, haben sich die Verkäufe mit 334.000 Autos mit alternativen Antrieben im vergangenen Monat mehr als verdreifacht.

China ist für die deutschen Autokonzerne Volkswagen, Daimler und BMW der mit Abstand wichtigste Einzelmarkt. Volkswagen ist als Marktführer im Massenmarkt des Landes besonders von dem Produktionseinbruch betroffen, zuletzt ließen aber auch Daimler und BMW im Premiumsegment Federn.

Quelle: ntv.de, abe/dpa/DJ

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.