Wirtschaft

Massive Wertberichtigungen BASF schreibt tiefrote Zahlen

imago0105296055h.jpg

BASF nimmt Wertberichtigungen in Milliardenhöhe vor.

(Foto: imago images/Jochen Eckel)

Die Corona-Pandemie schlägt beim Chemieriesen BASF ein. In der Folge muss der Konzern Milliarden abschreiben und für Umstrukturierungen abschreiben. Allerdings läuft das Tagesgeschäft besser als erwartet.

Der Chemieriese BASF schließt das dritte Quartal mit einem Milliardenverlust ab. Wertminderungen als Folge der Corona-Pandemie von 2,8 Milliarden Euro und Restrukturierungsrückstellungen drückten das Unternehmen nach vorläufigen Zahlen nach Steuern und Anteilen Dritter mit 2,12 Milliarden Euro in die Verlustzone, wie er mitteilte. Vor Jahresfrist standen hier noch 911 Millionen Euro Gewinn.

BASF
BASF 52,44

Das operative Geschäft verlief unterdessen besser als von Analysten erwartet: Mit 581 Millionen Euro lag das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) deutlich in der Gewinnzone und 355 Millionen Euro über dem schwachen Ergebnis des Vorquartals. Verglichen mit dem Vorjahr halbierte sich das Ebit allerdings, weil die Basischemie und der Bereich Materials unter anhaltend hohem Margendruck standen. Auch die Segmente Nutrition & Care, Agricultural Solutions und Industrial Solutions verzeichneten Ergebnisrückgänge. Der Umsatz im Konzern ging wegen negativer Wechselkurseffekte um fünf Prozent auf 13,8 Milliarden Euro.

BASF erwartet, dass sich das operative Ergebnis im vierten Quartal weiter verbessern wird. Deshalb sei für 2020 mit einem Umsatz in der Größenordnung von 57 Milliarden bis 58 Milliarden Euro und einem bereinigten Ebit zwischen 3 Milliarden und 3,3 Milliarden Euro zu rechnen, hieß es weiter. BASF hatte wegen der Corona-Krise seine Prognose Ende April zurückgezogen. Im Vorjahr hatte das Unternehmen 59,3 Milliarden Euro erlöst und operativ 4,6 Milliarden Euro verdient. An der Börse gab das Papier angesichts der Prognoseverfehlung für das dritte Quartal nach.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa