Wirtschaft

Neue Stehkraft bis zum Verkauf Beate Uhse bekommt Finanzspritze

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Die deutsche Pilotin und Unternehmerin Beate Uhse eröffnete 1962 in Flensburg den ersten Sexshop der Welt.

(Foto: picture alliance / Malte Christi)

Sexspielzeuge und Pornos sind heiß begehrt, die Kundschaft zieht es jedoch zunehmend in die Anonymität des Internets. Die Konkurrenz treibt Beate Uhse an den Rand des Ruins. Doch die Strahlkraft des Namens könnte das Traditionshaus retten.

Der insolvente Erotikhändler Beate Uhse hat eine Finanzspritze für den Weiterbetrieb erhalten. Die niederländische Firmentochter, die im vorläufigen Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung steht, habe ein Massedarlehen von fünf Millionen Euro über eine Plattform des Finanzdienstleisters Prime Capital bekommen, teilte die Beate Uhse AG am Montag mit. Die Kapitalgeber hatten bereits der insolventen Muttergesellschaft Beate Uhse AG im Januar einen Kredit von 2,7 Millionen Euro gewährt.

Das Flensburger Traditionsunternehmen hatte Mitte Dezember vergangenen Jahres nach einer langen Phase des Niedergangs ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angemeldet. Die Beate Uhse Netherlands B.V. betreibt als Dachgesellschaft insbesondere das Auslandsgeschäft sowie den Online-Verkauf für die Niederlande. Die Darlehen dienten der Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs sowie der weiteren Sanierung des Konzerns, hieß es weiter. Wenn Beate Uhse saniert ist, müssen Massedarlehen vorrangig vor anderen Gläubigerforderungen bedient werden.

Das Unternehmen soll verkauft oder saniert werden. Nach einer Mitteilung vom Februar haben sieben Interessenten Kaufangebote abgegeben. Wertvoll ist vor allem der bekannte Markenname. Die Erotikkette steckt in Schwierigkeiten, da Nutzer zunehmend im Internet Sexspielzeug kaufen und dort kostenlos Pornos bekommen.

Quelle: n-tv.de, mra/dpa

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