Wirtschaft

Offshore-Projekt erst Ende 2023 Bei MV Werften ab März keine Arbeit mehr

Laufkatzen hängen am Bockkran der MV-Werft in Rostock-Warnemünde.

Der Insolvenzverwalter berichtet von Interesse an Offshore-Projekten. Doch nicht in diesem und wohl auch schwerlich im nächsten Jahr.

(Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dp)

Die Lage ist dramatisch - die Bitten sind es auch: Nach der Insolvenz der Werften im Mecklenburg-Vorpommern gibt es nur noch bis Ende des Monats Arbeit. Insolvenzverwalter, Land und Gewerkschaft fordern die Beschäftigten auf, dennoch im Land zu bleiben.

Bei den MV Werften könnten Projekte im Bereich Offshore-Windenergie nach Einschätzung des Insolvenzverwalters erst in knapp zwei Jahren für Arbeit in Rostock sorgen. "Es gibt großes Interesse, künftig hier Offshore-Plattformen zu bauen", sagte Christoph Morgen bei einer Kundgebung vor der Rostocker Werft. "Es gibt leider auch ein großes Aber: Der Baubeginn für neue Projekte dieser Größenordnung ist nicht heute, ist nicht morgen, sondern ist eher Ende 23, Anfang 24."

Ohne Übergangslösungen führe das zu einer längeren Beschäftigungslücke. "Jetzt ist die Frage: Wie kann man diese Lücke schließen?" Es gebe erste Ideen, um mit einzelnen Investoren auch in der Übergangszeit Arbeit nach Warnemünde zu holen. Mit Blick auf das bevorstehende Insolvenzverfahren sagte Morgen: "Wir werden am 1.3. keine Arbeit haben". Es gebe insgesamt bei den MV Werften keine Aufträge, abgesehen vom Kreuzfahrtschiff "Global Dream" in Wismar, dessen Kunde allerdings insolvent sei.

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Morgen appellierte an die Beschäftigten, in die Transfergesellschaft zu wechseln. Damit gewinne man Zeit, um nach neuen Investoren zu suchen. "Wenn das Angebot nicht angenommen wird, wird das deutlich schwieriger für uns." Auch Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte und IG-Metall-Vertreter Stefan Schad forderten die Beschäftigten auf, im Land zu bleiben und in die Transfergesellschaft zu wechseln.

Die MV Werften sind eigentlich auf den Bau von Kreuzfahrtschiffen spezialisiert. In der Pandemie brach jedoch der Markt für Kreuzfahrten und mit ihm die Nachfrage nach entsprechenenden Schiffen ein.

Quelle: jwu/dpa

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