E-Auto kaum nachgefragtBericht: Porsche stellt Produktion des Taycan bis 2030 ein

Auch wenn Porsche lange kaum mit E-Mobilität assoziiert wird, das Unternehmen versucht es. 2019 wird er vorgestellt, beim Börsengang drei Jahre später werden große Hoffnungen in das Modell gesetzt. Die werden aber bei weitem untertroffen. Einem Bericht zufolge ist das Aus besiegelt.
Der Sportwagenbauer Porsche plant nach Informationen der "Wirtschaftswoche" die Einstellung seines Elektromodells Taycan bis spätestens zum Jahr 2030. Insidern zufolge war zunächst noch eine Verlegung der Produktion in das Porsche-Werk Leipzig im Gespräch. Die Taycan-Produktion im Stammwerk in Stuttgart war deutlich zu gering ausgelastet. Alternativ sei eine schnelle Einstellung des Modells geprüft worden. Letztlich habe man sich auch für ein Auslaufen entscheiden - allerdings über mehrere Jahre bis spätestens 2030. Bis dahin solle die Produktion in Stuttgart bleiben. Darüber gäbe es eine Verständigung mit dem Betriebsrat, die allerdings noch nicht schriftlich festgehalten worden sei, so die Zeitung.
Porsche-Chef Michael Leiters äußerte sich Ende Juli in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" noch nicht eindeutig: "Kurzfristig planen wir nicht, den Taycan einzustellen. Wir haben viel in das Modell investiert und wollen beobachten, wie sich die Nachfrage entwickelt." Aktuell äußerte sich Porsche nicht zu der angestrebten Einstellung bis 2030.
Der Taycan ist der "Wirtschaftswoche" zufolge das elektrische Aushängeschild der Marke Porsche und soll beim Börsengang des Unternehmens 2022 exemplarisch für die geplante Elektrifizierung der Modellpalette gestanden haben. 2030, so die damalige Planung, sollten 80 Prozent der verkauften Porsches rein elektrisch angetrieben sein.
Doch der Taycan verkaufte sich nach einem anfänglichen Höhenflug schlecht. Nach knapp 41.000 Exemplaren im Jahr 2023 sank der Absatz im vergangenen Jahr auf rund 16.000. Im ersten Halbjahr 2026 wurden dann nur noch gut 6000 Porsche Taycan abgesetzt. In den vergangenen Monaten war die Produktion wegen schwacher Nachfrage mehrfach unterbrochen worden.