Wirtschaft

US-Chip-Produktion soll wachsenBericht: Trump prüft Halbleiter-Zölle auf Laptops und Spielekonsolen

27.08.2026, 18:56 Uhr
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Die Preise für Spielekonsolen könnten in den USA durch Zölle steigen. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

Die US-Regierung spielt offenbar mit dem Gedanken, die Halbleiter-Zölle auf Produkte auszuweiten, in denen die Chips verbaut sind. Betroffen wären Laptops, Spielekonsolen und Server. Das Handelsministerium weist den Medienbericht als Spekulation zurück.

Die US-Regierung erwägt einem Medienbericht zufolge neue, umfassende Zölle auf Halbleiter. Demnach könnten die Abgaben nicht nur Mikrochips selbst, sondern auch Produkte betreffen, in denen diese verbaut sind, berichtete das Magazin "Politico" unter Berufung auf acht mit den Plänen vertraute Personen. Als Beispiele wurden Laptops, Spielekonsolen und Server für Rechenzentren genannt. Die Preise dieser Geräte könnten in den USA durch die Zölle steigen. Das US-Handelsministerium bestätigte den Medienbericht bisher nicht.

Handelsminister Howard Lutnick favorisiere eine Regelung, bei der ausländische Unternehmen nur dann von den Zöllen befreit würden, wenn sie im Gegenzug in die US-Chipfertigung investieren, hieß es in dem Bericht. Zudem werde eine schrittweise Einführung der neuen Zölle erwogen.

Trump will mehr Chip-Produktion in den USA

Ein Vertreter des US-Präsidialamtes erklärte in einer Stellungnahme, das Rückverlagern kritischer Fertigung in die USA habe für Präsident Donald Trump oberste Priorität. Solange die Regierung nichts offiziell bekanntgebe, sei jegliche Berichterstattung über Zölle als grundlose Spekulation zu betrachten, betonte das US-Handelsministerium.

Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer hatte im Mai gesagt, es seien keine unmittelbaren neuen Zölle auf Halbleiter zu erwarten. Er betonte jedoch, es sei wichtig, den Sektor mit Abgaben zu schützen, um die Rückverlagerung der Chip-Produktion zu erleichtern. Dem "Politico"-Bericht zufolge könnte der Rahmen für die neuen Zölle in den kommenden Wochen oder Monaten noch erheblich überarbeitet werden.

Quelle: ntv.de, bho/rts

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