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Schwarzer Superheld "Black Panther" nimmt Milliardenhürde

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Mit "Black Panther" bringen die Marvel-Studios einen afro-amerikanischen Superhelden in die Kinos.

(Foto: AP)

Die Comicverfilmung "Black Panther" bricht derzeit einen Rekord nach dem anderen und beschert Disney damit Milliardeneinnahmen. Gleichzeitig sorgt der Film für eine Zeitenwende in Hollywood: Superhelden dürfen nun auch schwarz sein.

Mit einem Spitzenplatz in den USA und Kanada und weltweiten Rekordeinnahmen baut der Actionfilm "Black Panther" seinen überragenden Erfolg weiter aus. Das gefeierte Werk von Ryan Coogler hat dem Magazin "Variety" zufolge weltweit bereits mehr als eine Milliarde Dollar eingespielt, was bisher nur 32 Filmen gelang. Allein in Nordamerika bringt es "Black Panther" bisher auf eine Einspielsumme von 562 Millionen Dollar. Zum Vergleich: Die Produktionskosten belaufen sich auf 200 Millionen Dollar.

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Mit "Black Panther" bringen die Marvel-Studios einen afro-amerikanischen Superhelden in die Kinos. Der Film setzt fast ausschließlich auf Schwarze vor und hinter der Kamera. Chadwick Boseman spielt den Königssohn T'Challa, der nach dem Tod seines Vaters in sein technologisch hochentwickeltes afrikanisches Königsreich Wakanda zurückkehrt. T'Challa, der sich in den Superhelden Black Panther verwandeln kann, muss gegen zahlreiche Rivalen um seine Herrschaft kämpfen und Duelle auf Leben und Tod bestehen.

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Auch die ehemalige First Lady Michelle Obama zeigt sich vom Film begeistert. "Glückwünsche an das gesamte 'Black-Panther-Team'. Dank euch werden junge Menschen endlich Superhelden auf der Leinwand sehen, die aussehen wie sie", twitterte sie. "Ich liebe den Film und ich weiß, dass er Menschen mit den verschiedensten Hintergründen inspirieren wird, tief in sich hineinzuhören und den Mut zu finden, Helden ihrer eigenen Geschichten zu sein."

Der Neueinsteiger "A Wrinkle in Time", der in Deutschland Anfang April unter dem Titel "Das Zeiträtsel" startet, reiht sich in den US-Kinocharts direkt hinter "Black Panther" ein. In dem Fantasyfilm wirken Storm Reid, Oprah Winfrey und Reese Witherspoon mit. Regie führt Ava DuVernay. Auch bei "A Wrinkle in Time" setzt Disney auf schwarzes Selbstbewusstsein: Reid, Winfrey und DuVernay sind Afroamerikanerinnen. Der Film handelt von dem hochintelligenten Mädchen Meg, die das mysteriöse Verschwinden ihres Vaters aufklären will und dafür durch Raum und Zeit reist. Die Geschichte beruht auf dem gleichnamigen Roman der 2007 verstorbenen US-Autorin Madeleine L'Engle von 1962.

Die Disney-Studios wollen mit "A Wrinkle in Time" an ihren Erfolg von "Black Panther" anknüpfen, schreibt das Magazin "Marketwatch". "Bei beiden Filmen sieht man, dass vielfältige Stimmen und dass starke Frauen eine Rolle spielen", sagt Dave Hollis von den Disney-Studios dem "Hollywood Reporter". "Im Fall von 'A Wrinkle in Time' wollen die Menschen Geschichten über Optimismus und Hoffnung." Der Film hat am Wochenende in Nordamerika 33 Millionen Dollar eingespielt.

Es ist laut "Variety" das erste Wochenende der jüngeren Kinogeschichte, an dem zwei von schwarzen Regisseuren gedrehte und mit schwarzen Hauptdarstellern besetzte Filme die beiden Spitzenplätze der Kinocharts belegen. Bisher wurde in Hollywood gern behauptet, dass Filme mit schwarzen Schauspielern beim Publikum nicht ankämen. "Black Panther" und "A Wrinkle in Time" beweisen nun das Gegenteil.

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Quelle: n-tv.de, tje/dpa

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