Wirtschaft

Patentverletzung beim Messaging? Blackberry reicht Klage gegen Facebook ein

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Facebook ist auf vielen Blackberry-Geräten zu finden - die Nachrichtenfunktionen des Social Networks sollen aber geklaut sein.

(Foto: imago/Hindustan Times)

Facebook soll sich unerlaubt Funktionen von Blackberry angeeignet haben. In einer Klage fordert der Mobilfunkhersteller deswegen Schadenersatz. Der Facebook-Anwalt wirft Blackberry vor, ein schlechter Verlierer zu sein.

Blackberry hat Facebook wegen der Verletzung von Patentrechten im Zusammenhang mit mehreren mobilen Messaging-Technologien verklagt. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die bereits eingereicht wurden.

Laut der Klage fordert Blackberry Schadenersatz in unbestimmter Höhe sowie eine gerichtliche Anordnung, die Facebook die Nutzung der sieben wichtigsten Technologien untersagt, auf die sich die Klage bezieht. Eine Blackberry-Sprecherin teilte per E-Mail mit, der Konzern habe starke Belege, "dass Facebook unser geistiges Eigentum verletzt hat, und nach mehreren Jahren des Dialogs sind wir auch unseren Aktionären gegenüber verpflichtet, angemessene Rechtsmittel einzulegen".

Im Detail behauptet Blackberry, dass Facebooks plattformübergreifende Benachrichtigungen auf seiner patentierten Technologie basieren. In seiner Klageschrift bezeichnet das Unternehmen Facebook und die Facebook-Töchter Instagram und Whatsapp als "relative Nachzügler in der mobilen Messaging-Welt". "Wir haben eine Menge Respekt für Facebook und den Wert, den sie Messaging-Funktionen haben zukommen lassen - die zum Teil von Blackberry eingeführt wurden", heißt es weiter. Man sehe in Facebook, Instagram, und Whatsapp mögliche Partner für die Zukunft und wolle ihnen die Tür dafür offen halten.

Die beiden Unternehmen werden sich aber wohl in nicht allzu ferner Zukunft vor Gericht wiederfinden. "Blackberrys Klage spiegelt leider den aktuellen Stand seines Messaging-Geschäfts wider", ließ Facebook durch seinen Anwalt Paul Grewal verlauten. "Nachdem Blackberry seine Innovationsbemühungen aufgegeben hat, will es jetzt die Innovationen anderer besteuern. Wir haben vor, zu kämpfen", so Grewal weiter.

Quelle: n-tv.de, mba/DJ

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