Wirtschaft

Sparpläne treffen BeschäftigteGroßbank Barclays ersetzt Tausende Jobs durch KI

22.10.2026, 14:30 Uhr
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Die britische Bank Barclays möchte Tausende Stellen abbauen und durch künstliche Intelligenz ersetzen. So sollen rund 300 Millionen Pfund eingespart werden. (Foto: picture alliance / empics)

Viele Menschen sorgen sich, dass KI ihnen den Job wegnimmt. Bei der britischen Großbank Barclays wird das nun zur Realität. Bis Ende des Jahres will das Unternehmen 5000 Stellen abbauen und gegen KI eintauschen. Dahinter stecken Sparmaßnahmen.

Die britische Großbank Barclays will bis Ende des Jahres 5000 Stellen abbauen. Ein Fünftel der Jobs sei bereits in der ersten Jahreshälfte weggefallen, die übrigen 4000 Stellen möchte Barclays bis Ende des Jahres streichen. Finanzchefin Anna Cross erklärte, rund 60 Prozent des geplanten Stellenabbaus entfielen auf unterstützende Funktionen, etwa im Bereich der Softwareentwicklung. Der Großteil der Einsparungen betreffe das Privatkundengeschäft, teilweise aber auch das Investmentbanking. Abgebaut werden demnach überwiegend Stellen in internen Unterstützungs- und Zentralfunktionen.

Laut Cross handelt es sich dabei um eines der bisher deutlichsten Signale einer Großbank dafür, wie künstliche Intelligenz (KI) es Unternehmen ermögliche, die Mitarbeiterzahl in solchen Bereichen zu verringern. Die Sparmaßnahmen betreffen rund fünf Prozent der weltweit 93.000 Beschäftigten. Dazu zähle auch der Abbau von Entwicklerstellen, da die Technologie die Produktivität erhöhe. Das Unternehmen erklärte, die Kosten strukturell senken zu wollen, um Raum für Investitionen zu schaffen.

Hunderte Millionen sollen eingespart werden

Die Maßnahmen seien "das Ergebnis der Investitionen, die wir über mehrere Jahre hinweg in Technologie getätigt haben und weiterhin tätigen", sagte Barclays-Chef C.S. Venkatakrishnan. "Wir werden KI in großem Umfang einsetzen. Aber KI ist das Sahnehäubchen auf der Torte, nicht die Torte selbst", zitierte die "Financial Times" den CEO.

Bis Ende des Jahres will Barclays circa 300 Millionen Pfund (rund 358 Millionen Euro) einsparen. Damit geht ein dreijähriges Maßnahmenpaket zu Einsparungen und Investitionen in Technologie zu Ende. Für das dritte Quartal dieses Jahres verzeichnete die Großbank einen Vorsteuergewinn von 2,3 Milliarden Pfund (ca. 2,74 Milliarden Euro) - zwölf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Quelle: ntv.de, chm/dpa/reuters/dj

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