Wirtschaft

Praktisch alle Flüge fallen aus British-Airways-Piloten streiken erstmals

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Die Piloten wollen 48 Stunden streiken - Zehntausende Passagiere sitzen jetzt an Flughäfen fest.

(Foto: REUTERS)

Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte streiken Piloten von British Airways. Praktisch alle Flüge fallen aus, Zehntausende Reisende sind betroffen. Mit dem Ausstand will die Gewerkschaft mehr Geld durchsetzen. Die Fronten sind so verhärtet, dass sich sogar eine Sprecherin von Premier Johnson einschaltet.

Wegen des Pilotenstreiks bei British Airways (BA) fallen in Großbritannien praktisch alle Flüge aus. Fast 100 Prozent der Verbindungen seien gestrichen worden, teilte die Fluggesellschaft mit. Es ist der erste Streik in der Geschichte des Unternehmens.

Mit dem für 48 Stunden geplanten Ausstand will die Pilotengewerkschaft eine größere Beteiligung ihrer Mitglieder an den Gewinnen des Lufthansa-Rivalen durchsetzen. BA bezeichnete das eigene Angebot im laufenden Tarifstreit als fair und den Streik als ungerechtfertigt. Eine Sprecherin des britischen Premierministers Boris Johnson forderte beide Seiten dringend auf, den Konflikt zu beenden.

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Ein dritter Streiktag ist bereits für den 27. September vorgesehen. "Es ist Zeit, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und ein ernsthaftes Angebot vorzulegen, das diesen Streit beenden kann", erklärte Gewerkschaftsvertreter Brian Strutton am Vorabend des Ausstands. Eine BA-Sprecherin sagte, die Fluggesellschaft sei weiter zu Gesprächen bereit. Am Donnerstag hatte BA die jüngste Gewerkschaftsforderung als überzogen zurückgewiesen. Gespräche über die Forderung hätten den Streik abwenden können, so die Arbeitnehmervertreter.

Der Ausstand dürfte BA mehr kosten als die Investitionen, die zur Beilegung des Tarifstreits nötig gewesen wären, sagte Strutton. Nach Angaben der Pilotengewerkschaft kostet ein Streiktag 40 Millionen britische Pfund (etwa 44 Millionen Euro). Von den Streiks dürften nach Angaben der Nachrichtenagentur PA Zehntausende Passagiere betroffen sein. British Airways biete etwa 850 Flüge pro Tag an, ein Großteil davon startet an den Londoner Flughäfen Heathrow und Gatwick. Während des Streiks muss BA die Passagiere für ausgefallene Flüge entschädigen oder ihnen Ersatzverbindungen anbieten.

Die drohenden Einbußen durch den Streik machen der Konzernmutter IAG bereits zu schaffen. Die Aktien verlieren in London gegen den Trend 1,7 Prozent.

Quelle: n-tv.de, aeh/rts/dpa/AFP

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