Wirtschaft

Wegen Klimazielen der Ampel CO2-Preis klettert in EU auf Höchstwert

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Emissionen in der EU werden immer teurer.

(Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress)

Für Unternehmen in der EU werden CO2-Zertifikate immer teurer. Um eine Tonne Emissionen ausstoßen zu dürfen, müssen sie inzwischen mehr als 74 Euro zahlen. Anfang 2021 sind es noch 30 Euro. Die künftige deutsche Ampel-Regierung hat wohl dazu beigetragen.

Der Preis für Verschmutzungsrechte in der EU ist auf ein neues Rekordhoch geklettert. Die von der Europäischen Union ausgegebenen Emissionszertifikate kosteten am Mittag 74,39 Euro pro Tonne und damit so viel wie nie. Seit Anfang des Jahres stieg der CO2-Preis damit von unter 30 Euro auf über 70 Euro.

Der Preis je Tonne Kohlendioxid (CO2) kletterte um zwei Prozent gegenüber dem Vortag. Analystin Barbara Lambrecht von der Commerzbank führte das auf den am Mittwoch vorgestellten Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien in Deutschland zurück. SPD, Grüne und FDP setzen demnach in der Klimapolitik "auf einen steigenden CO2-Preis als wichtiges Instrument".

Sie wollen dafür sorgen, dass dieser Preis langfristig nicht unter 60 Euro pro Tonne fällt. Mit CO2-Zertifikaten erwerben Unternehmen das Recht, Treibhausgase auszustoßen. Der Handel mit den Zertifikaten soll sie dazu bewegen, klimafreundlicher zu produzieren. Bislang unterliegen in der EU nur Unternehmen in den Sektoren Industrie und Energieproduktion sowie der innereuropäische Luftverkehr dem Emissionshandel.

Quelle: ntv.de, lve/AFP

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