Wirtschaft

Ausblick bestätigt China und Lkw-Sparte beflügeln Daimler

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Kann sich über gute Umsätze freuen: Daimler-Chef Dieter Zetsche.

(Foto: picture alliance / Franziska Kra)

Das Lkw-Geschäft läuft gut für Daimler, vor allem in Nordamerika - dementsprechend positiv sieht es beim Umsatz für den Stuttgarter Autobauer aus. Der Gewinn von Daimler liegt allerdings unter dem Vorjahreswert.

Gestützt auf Rekordverkäufe von Autos und Lkw hat der Autobauer Daimler im ersten Quartal mehr Geld in die Kasse bekommen. Daran konnte auch der starke Euro nichts ändern. Der Umsatz stieg um drei Prozent auf 39,8 Milliarden Euro, wie der Stuttgarter Konzern mitteilte. Ohne die Folgen des starken Euro wäre der Umsatz um acht Prozent gestiegen.

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Beim Gewinn verzeichnete der Mercedes-Benz-Hersteller einen Rückgang - das ist aber auf positive Einmaleffekte im Vorjahresquartal zurückzuführen. In den ersten drei Monaten des Jahres stand unter dem Strich ein Gewinn von 2,35 (Vorjahr: 2,6) Milliarden Euro. Am Markt wurde allerdings mit einem stärkeren Gewinnrückgang gerechnet. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdiente Daimler mit 3,3 Milliarden Euro rund zwölf Prozent weniger.

Rückenwind erhielt Daimler besonders von einem guten Lkw-Geschäft, das immer besser in Fahrt kommt und von der hohen Nachfrage im weltgrößten Markt Nordamerika profitiert. Im Autogeschäft, in dem Mercedes dieses Jahr erneut mit einigem Abstand vor BMW und Audi rangiert, beflügelte den Konzern die anhaltend hohe Nachfrage nach Premiumfahrzeugen, vor allem in China. Die operative Marge stieg trotz hoher Aufwendungen für Zukunftsthemen leicht auf 9,0 von 8,9 Prozent.

Neuer Sprinter-Transporter

Deutliche Gewinnrückgänge musste der Autobauer bei den Vans und den Bussen hinnehmen. Die Entwicklung neuer Technik und die Einführung des neuen Sprinter-Transporters gehen ins Geld, so dass letztlich auch die Absatzsteigerung nicht half. Das operative Ergebnis ging um knapp die Hälfte zurück.

Auf der negativen Seite hinterlassen neben den hohen Investitionen auch die Folgen des Diesel-Skandals ihre Spuren - und zwar beim Leasing-Geschäft. Dass der Wert gebrauchter Diesel in Deutschland sinkt, macht sich laut Finanzvorstand Bodo Uebber inzwischen mit 100 Millionen Euro in der Bilanz bemerkbar.

Umsatz und operatives Ergebnis der ersten drei Monate lagen damit etwas unter den Erwartungen von Experten. Daimler bestätigte zudem den Ausblick für das Gesamtjahr. Demnach sollen Absatz, Umsatz und operatives Ergebnis leicht steigen.

Quelle: n-tv.de, cam/dpa/DJ

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