Wirtschaft
Ein bekanntes Problem: Die Luft in der chinesischen Hauptstadt Peking ist notorisch schlecht.
Ein bekanntes Problem: Die Luft in der chinesischen Hauptstadt Peking ist notorisch schlecht.(Foto: picture alliance / dpa)
Dienstag, 02. Januar 2018

Schwarze Liste für saubere Luft: China verbietet benzinfressende Autos

Im Kampf gegen die Luftverschmutzung erteilt China für mehr als 500 Automodelle ein Produktionsverbot. Davon betroffen sind auch Daimler und VW - die deutschen Autobauer reagieren gelassen.

China hat zum Jahresanfang die Produktion von 553 Automodellen untersagt, die besonders viel Benzin verbrauchen. Der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge stehen auch Wagen des Volkswagenkonzerns und von Daimler auf der Schwarzen Liste. In einer Reaktion erklärte ein VW-Sprecher allerdings, das genannte Modell sei ohnehin nicht mehr in der Produktion. "Es betrifft keines der aktuell in Produktion befindlichen Modelle."

Gleiches gilt nach Angaben eines Sprechers auch für Daimler. Der Vorgang habe keinen Einfluss auf die Produktion und den Verkauf in China.

Von VW hieß es zudem, es handele sich eher um eine normale Mitteilung von chinesischer Seite über die jetzt geltenden neuen Verbrauchswerte. Alle derzeit produzierten Modelle des Volkswagen-Konzerns entsprächen diesen Anforderungen.

Steuervorteile für Umweltbewusste

Die 553 Modelle, die nicht weiter produziert werden dürfen, stammen von chinesischen Herstellern und einigen Joint Ventures. Namentlich genannt wurden unter anderem die chinesischen Produzenten Chery sowie Dongfeng, der mit Peugeot-Citroën kooperiert.

Laut Xinhua will China mit dem Produktionsverbot seinen Kampf gegen die Luftverschmutzung verschärfen. Autofahrer sollen demnach durch Steuervorteile über die nächsten drei Jahre ermutigt werden, auf elektrische Autos umzusteigen.

Quelle: n-tv.de