Wirtschaft

Volvo-Eigner plant Joint-Venture Chinesen wollen groß bei Daimler einsteigen

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Daimler arbeitet in China bislang mit Konkurrenten von Geely zusammen.

(Foto: picture alliance / Kay Nietfeld/)

Geely meint es offenbar ernst mit dem Plan, bei Daimler Großaktionär zu werden. Vor wenigen Wochen war der chinesische Konzern mit einem entsprechenden Angebot in Stuttgart abgeblitzt. Trotzdem will er Anteile für rund 4,5 Milliarden Euro kaufen.

Der chinesische Autobauer Geely will als Großaktionär bei Daimler einsteigen. Unternehmenkreise bestätigten entsprechende Berichte gegenüber n-tv. Demnach könnte Geely einen Anteil von drei bis fünf Prozent an Dailmer kaufen. Der Konzern plane, dafür bis zu umgerechnet rund 4,5 Milliarden Euro auszugeben. Offiziell äußerten sich weder Daimler noch Geely zu den Berichten.

Geely gehört zu den größten einheimischen Autoherstellern in China und gilt mit als führend in der Elektromobilität. In Europa besitzt der Konzern unter anderem den schwedischen Autobauer Volvo und ist Großaktionär beim gleichnamigen Lkw-Hersteller. Dem "Handelsblatt" zufolge hatte Geely bereits vor wenigen Monaten einmal versucht, bei Daimler einzusteigen und mit dem Stuttgarter Konzern darüber verhandelt. Daimler habe aber von den Chinesen bevorzugte Weg über eine Wandelanleihe mit einem deutlichen Kursabschlag gegenüber den bisherigen Aktionären abgelehnt, hieß es.

Nun will Geely offenbar die Anteile zum Marktpreis an der Börse kaufen. Das ist ohne eine Einigung mit Daimler oder den anderen Aktionären möglich. Der Großteil der Daimler-Aktien befindet sich im Streubesitz. Größter Aktionär bislang ist der Staatsfonds von Kuwait mit 6,8 Prozent.

Im November hatte das "Handelsblatt" berichtet, Geely sei unter anderem an der Batterie-Technik von Daimler interessiert und wolle ein Gemeinschaftsunternehmen für Elektroautos in Wuhan gründen. Bislang arbeitet Daimler in China mit dem staatlichen Konzern BAIC zusammen. Im vergangenen Jahr gründeten die beiden Unternehmen ein Joint-Venture für die Produktion von Elektroautos. Auch mit Geelys Rivalen BYD arbeitet Daimler zusammen.

Quelle: n-tv.de, mbo

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