Wirtschaft

Vierjähriger stirbt bei Unfall Chrysler muss 150 Millionen Dollar zahlen

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Seit 1993 gibt es den Jeep Grand Cherokee. Von 1999 bis 2004 wurde die Grand Cherokee-WJ-Serie produziert, zu der auch der UNfallwagen gehörte.

Pannen und Rückrufe können am Image der Hersteller kratzen, Toyota weiß das. Und auch Chrysler bekommt nun Kratzer in den Lack. Grund ist die Mitschuld am Tod eines vier Jahre alten Kindes.

Eine Jury im US-Bundesstaat Georgia hat den Autohersteller Chrysler mit einer hohen Strafe für den Unfalltod eines vierjährigen Kindes zur Rechenschaft gezogen. Das Unternehmen muss der Familie des Jungen nach dem Urteil von Donnerstag (Ortszeit) 150 Millionen Dollar (137 Millionen Euro) Entschädigung zahlen. Die Geschworenen warfen Chrysler Rücksichtslosigkeit und Missachtung von Menschenleben vor.

Der Junge war 2012 bei einem Auffahrunfall ums Leben gekommen, nachdem der Benzintank im hinteren Teil des Wagens in Flammen aufging. Bei dem Auto handelte es sich um einen Jeep Grand Cherokee, Baujahr 1999. Chrysler, mittlerweile mit Fiat zum internationalen Branchenriesen FCA fusioniert, habe Kunden nicht ausreichend vor den Gefahren dieser Konstruktion gewarnt. Weil der hinter der Hinterachse verbaute Tank nach Einschätzung der Verkehrsaufsicht NHTSA ein Risiko darstellen kann, rief Chrysler bereits 1,56 Millionen Wagen zurück.

Das Unternehmen weist die Vorwürfe aber zurück und erwägt, das Urteil anzufechten. Ein Sprecher von FCA zeigte sich enttäuscht von dem Urteil: Es sei bedauerlich, dass die Jury bei der Entscheidungsfindung nicht auch Daten herangezogen habe, die den Regulierungsbehörden vorgelegt worden seien und auf deren Grundlage die Regierung zu dem Schluss gekommen sei, dass die betreffenden Fahrzeuge keine unverhältnismäßigen Verkehrsrisiken darstellten.

Quelle: ntv.de, bad/DJ/AFP/dpa

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