Wirtschaft

Prognose deutlich angehoben Das Grinsen bei BASF wird breiter

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Schwung aus dem Abschlussquartal mitgenommen: BASF erwartet weiteres Wachstum.

(Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

Beim Chemieriesen BASF läuft es zu Jahresbeginn rund. Die Nachfrage legt zu und der Konzern kann dabei noch die Preise anheben. Inzwischen geht der Branchenprimus davon aus, das Vor-Corona-Niveau zu übertreffen - und zwar deutlich.

Eine gestiegene Nachfrage und höhere Preise haben beim Chemiekonzern BASF für einen guten Jahresstart gesorgt. Für das Gesamtjahr erhöhte der weltgrößte Chemiekonzern seine Ziele deutlich: Vorstandschef Martin Brudermüller erwartet nun einen Umsatzanstieg auf 68 Milliarden bis 71 (bisher: 61 bis 64) Milliarden Euro und ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebit) von 5,0 Milliarden bis 5,8 (bisher: 4,1 bis 5,0) Milliarden Euro. "Den Rückenwind aus dem starken vierten Quartal 2020 konnten wir in das erste Quartal 2021 mitnehmen", sagte Brudermüller auf der Hauptversammlung.

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Im vergangenen Geschäftsjahr hatten die Corona-Krise und die gesunkene Nachfrage aus der Autoindustrie tiefe Spuren in der BASF-Bilanz hinterlassen. Das bereinigte Ergebnis war um 23 Prozent auf 3,6 Milliarden eingebrochen. Nachdem Brudermüller zu Jahresbeginn noch vorsichtig war, wächst nun bei ihm die Zuversicht. Zwar blieben die Unsicherheiten hoch: "Die Pandemie ist noch nicht zu Ende. Das berücksichtigen wir in unserer Prognose." Die Weltwirtschaft belebe sich aber stärker als gedacht.

Finanzchef Hans-Ulrich Engel erwartet, dass sich der Schwung aus dem ersten Quartal auch im laufenden Jahresviertel fortsetzt. Das zweite Quartal werde deutlich stärker ausfallen als das extrem schwache Vorjahresquartal.

Die Chemiebranche und mit ihr Branchenprimus BASF gelten als wichtiger Konjunkturindikator, da ihre Produkte in allen großen Industriezweigen benötigt werden. Auch andere Chemieunternehmen hatten sich nach einem starken ersten Quartal zuletzt optimistisch gezeigt: So hatte auch der Leverkusener Kunststoffkonzern Covestro seine Ziele erhöht.

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BASF werde mit der neuen Prognose "in jedem Fall" das Vorkrisenniveau 2019 übertreffen, als der Konzern als bereinigtes Ergebnis von 4,64 Milliarden Euro erzielt hatte, urteilte Analyst Sven Diemeier von Independent Research. Nach Einschätzung von Thomas Wrigglesworth von der Citi Bank ist aber entscheidend, wie nachhaltig dieser Aufwärtstrend ist.

Im ersten Quartal kletterte das bereinigte operative Ergebnis auf Jahressicht um 42 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Damit übertraf BASF die Analystenschätzungen von im Schnitt 2,25 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg um 16 Prozent auf 19,4 Milliarden Euro. Dabei profitierte BASF auch von der Erholung der Autoindustrie - die wichtigste Kundengruppe des Unternehmens - sowie deutlichen Zuwächsen im Geschäft mit Kunststoffvorprodukten und mit Basischemikalien. Im Agrargeschäft sorgten dagegen deutlich negative Währungseffekte für Bremsspuren.

Quelle: ntv.de, jwu/rts

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