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Dienstag, 02. Januar 2018

Wertverlust durch Niedrigzinsen: Deutsche sparen sich ins Minus

Das private Vermögen der Deutschen wächst 2017 um rund 300 Milliarden Euro. Davon profitieren vor allem Besitzer von Aktien, Fonds und Zertifikaten. Wer sein Geld dagegen ausschließlich auf dem Konto parkt, muss Wertverluste hinnehmen.

Trotz niedriger Zinsen sparen die Deutschen einer Studie zufolge weiterhin kräftig und steigern ihre privaten Geldvermögen. Wer allerdings keine Aktien im Portfolio hatte, musste 2017 wegen der Zinslage im Schnitt Wertverluste hinnehmen, wie aus einer Studie der genossenschaftlichen DZ Bank hervorgeht. Dem Spitzeninstitut der Volks- und Raiffeisenbanken zufolge ist der Realzins, der die Inflation berücksichtigt, im vergangenen Jahr auf -0,8 Prozent stark in den Negativbereich abgesackt. Die wieder angezogene Teuerung sorgte demnach bei gleichzeitig nur gering steigenden Nominalzinsen für einen Wertverlust von 38 Milliarden Euro beim privaten Geldvermögen.

Deutlich besser erging es Besitzern von Aktien, Fonds und Zertifikaten, die wegen verbreiteter Kursgewinne rund 93 Milliarden Euro einstreichen konnten. Wegen der fehlenden Zinsen parken zudem viele Privatanleger ihre Mittel als kaum verzinslichen Sichteinlagen, über die sie jederzeit verfügen können.

Unter dem Strich wuchs der DZ Bank zufolge das private Geldvermögen der Deutschen 2017 um rund 300 Milliarden Euro (5,2 Prozent) auf 6,1 Billionen Euro und damit stärker als im Vorjahr. Dazu beigetragen hat auch die wieder höhere Sparquote von 9,8 Prozent. Sie ist das vierte Jahr in Folge gestiegen, auch wenn die Bürger sehr viele Mittel in Sachvermögen wie zum Beispiel Immobilien steckten. Die Rekordsparquote von 10,5 Prozent des verfügbaren Einkommens aus dem Jahr 2008 wurde nicht erreicht.

Für das kommende Jahr rechnet die DZ Bank bei einer etwas geringeren Preissteigerung weiterhin mit negativen Realzinsen. Die Geldvermögen der Deutschen sollte nominal um gut vier Prozent auf 6,1 Billionen Euro ansteigen.

Quelle: n-tv.de