Wirtschaft

Folge der Corona-Pandemie Deutschland verbraucht weniger Energie

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17 Prozent steuern die Erneuerbaren zum Energiehaushalt bei.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Die Investitionen in Erneuerbare Energien zahlen sich aus: In diesem Jahr sinkt nicht nur der deutsche Energieverbrauch deutlich, auch der CO2-Ausstoß nimmt spürbar ab. Zwar deutet sich ein Kurswechsel an, Hauptgrund für den Rückgang ist jedoch die Corona-Krise.

Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2020 um 8,7 Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr gesunken. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) bezifferte den gesamten Energiekonsum nach vorläufigen Berechnungen auf 398,8 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten. Im Vergleich zu 2006, dem Jahr mit dem bisher höchsten Energieverbrauch in Deutschland seit der Wiedervereinigung, seien sogar rund 21 Prozent weniger Energie verbraucht worden, heißt es in der Bilanz.

Durch den geringeren Verbrauch und die verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energien seien auch die CO2-Emissionen deutlich zurückgegangen, und zwar um rund 80 Millionen Tonnen. Das entspreche einer Minderung gegenüber dem Vorjahr um rund 12 Prozent. Der Rückgang des Energieverbrauchs sei vor allem eine Folge der Corona-Pandemie. Aber auch langfristige Trends, wie die zunehmende Energieeffizienz und der Ersatz von Kohle durch andere Energieträger hätten dazu beigetragen.

Stein- und Braunkohle lieferten den AGEB-Zahlen zufolge 2020 nur noch knapp 16 Prozent des gesamten Energieverbrauchs in Deutschland. Die Erneuerbaren steuerten fast 17 Prozent bei. Auf die Kernenergie entfielen 6 Prozent. Mineralöl und Erdgas blieben mit zusammen gut 60 Prozent die wichtigsten Energieträger. Kennzeichnend für die deutsche Energieversorgung bleibe damit ein breiter Energiemix, heißt es in der Analyse.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa