Wirtschaft

Streaming-Zahlen überzeugen Disney mausert sich zur "echten Gefahr" für Netflix

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137,7 Millionen Abonnenten kann Disney mittlerweile vorweisen.

(Foto: REUTERS)

Manche Beobachter hatten nach rückläufigen Nutzerzahlen bei Netflix schon ein Ende des Streaming-Booms befürchtet. Doch Disney stemmt sich gegen den Trend. Der US-Konzern hat ambitionierte Ziele. Beim Gewinn muss er allerdings Abstriche machen.

Im Gegensatz zu Netflix läuft beim heimischen Konkurrenten Walt Disney die Streaming-Maschinerie auf Hochtouren. Die Zahl der Abonnenten sei auf 137,7 Millionen gestiegen, teilte der US-Konzern am Mittwoch nach US-Börsenschluss mit. Allein im zweiten Geschäftsquartal zu Ende April seien fast acht Millionen Zuschauer überzeugt worden, ein Abonnement abzuschließen. Das lag deutlich über den Erwartungen. Die Aktie legte nachbörslich mehr als drei Prozent zu. Auch Disneys weitere Streaming-Dienste Hulu und ESPN+ liefen gut.

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Der Disney-Konzern wird im kommenden Jahr 100 Jahre alt. Firmenchef Bob Chapek sagte mit Blick auf die Streamingzahlen, man sei "eine Klasse für sich". Disney ist erst im November 2019 in das Streaming-Geschäft eingestiegen und holt seither schnell auf - unter anderem mit Serien aus dem Star-Wars-Universum wie "Das Buch von Boba Fett" und bald auch "Obi-Wan Kenobi". Bis Ende des Geschäftsjahres 2024 will der Konzern auf 230 bis 260 Millionen Abonnenten kommen.

Disney werde zu einer "echten Gefahr" für Netflix, sagte Shahid Khan, Partner bei der Technologieberatungsfirma Arthur D. Little. Branchenpionier und -primus Netflix bekam zuletzt eine gewisse Müdigkeit zu spüren und hat in den ersten drei Monaten des Jahres sogar Kunden verloren. Das schürte Sorgen, der coronabedingte Boom bei den Streaming-Anbietern könnte zu einem Ende kommen. Ende März dieses Jahres kam die Plattform noch auf knapp 222 Millionen Kundinnen und Kunden.

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Neben Netflix und Disney kämpfen unter anderen auch Amazon, Apple und Paramount mit hohen Investitionen um die Gunst der Zuschauerinnen und Zuschauer, die zu Hause regelmäßig neue Serien und Filme streamen wollen. Zu Disney gehören neben den Freizeitparks und dem Filmgeschäft mit dem Streamingangebot auch Kreuzfahrtschiffe sowie diverse Fernsehkanäle.

Der Gesamtumsatz stieg im abgelaufenen Quartal um 23 Prozent auf 19,25 Milliarden Dollar. Das deutliche Plus war auch auf die Freizeitparks zurückzuführen, die Kasse machten. Der Gewinn hingegen halbierte sich fast auf 470 Millionen Dollar, was unter anderem an Steuererhöhungen lag.

Quelle: ntv.de, fzö/rts/dpa

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