Wirtschaft

Bequem, günstig, flexibel Dudenhöffer erwartet mehr Auto-Abos

Der Automarkt wandelt sich rasant. Weil der Besitzerstolz beim Neuwagen immer mehr an Bedeutung verliert, muss sich die Autobranche nach alternativen Vertriebswegen umsehen. Neben Kaufen und Leasen gibt es nun einen neuen vielversprechenden Trend.

Statt ein Auto zu kaufen, werden Kunden künftig häufiger Abonnements abschließen. Zu diesem Ergebnis kommt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer in seiner jüngsten Rabattstudie, in der er aktuelle Angebote von Herstellern, Dienstleistern und der Handelskette Lidl untersucht hat.

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Beim Münchner Abo-Dienst Cluno können Kunden zwischen 50 Modellen wählen - zum monatlichen Festpreis und mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist.

(Foto: Homepage Cluno)

Typischerweise werden in den Komplettpaketen für eine feste Monatsrate sämtliche Kosten des Autos außer Kraftstoff abgedeckt. Die Autohersteller wollen damit eine neue Generation von Autonutzern erreichen. Die Angebote variieren für die unterschiedlichen Zielgruppen.

Der Vorreiter Volvo zum Beispiel biete komplett ausgestattete Neuwagen zu vergleichsweise hohen Raten an, die vor allem für Menschen attraktiv seien, die sehr neue Fahrzeuge mit Top-Ausstattung fahren wollten, erklärt Dudenhöffer, Leiter des CAR-Instituts an der Universität Duisburg-Essen. Abo-Angebote von Dienstleistern wie like2drive oder Cluno richteten sich hingegen an andere Kundenkreise.

Flatrate-Angebote für Autos vergleichen

Wie bei allen Flatrate-Tarifen lohnt es auch hier, die Angebote genau unter die Lupe zu nehmen. Denn nicht jedes Angebot rechnet sich für jeden. Die Cluno-Kombination von Leasing-, Wartung- und Versicherungsvertrag zum Beispiel falle bei einem Opel Corsa für einen Fahranfänger günstiger aus als der Barkauf, so Dudenhöffer. Ein 50 Jahre alter Fahrer mit hohem Schadensfreiheitsrabatt fahre beim gleichen Modell hingegen mit dem Kauf günstiger.

Bei der erst kürzlich veröffentlichten Lidl-Offerte sei vor allem die monatliche Leasingrate von 89 Euro für einen Fiat 500 für die Kunden sehr vorteilhaft. Sie entspreche einem sonst auf dem Markt nicht üblichen Rabatt von 35 Prozent auf den Listenpreis, heißt es in der Studie. Die optionalen Versicherungs- und Wartungsverträge für zusätzlich 68 Euro im Monat entsprächen hingegen eher dem Marktstandard.

Insgesamt sehe es im laufenden Jahr weiterhin nach starken Rabatten für die Autokunden aus, erklärte Dudenhöffer. So habe es im Januar deutlich mehr offen beworbene Sonderaktionen der Hersteller und Händler gegeben als im Dezember und erst recht als im Januar 2018. Der durchschnittliche Preisvorteil lag demnach bei 15,8 Prozent. Vor allem mit den Umtauschprämien für alte Diesel ergeben sich für einzelne Modelle Preisnachlässe von über 30 Prozent.

Quelle: n-tv.de, ddi/dpa

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