Wirtschaft

Südstrang der Druschba-Pipeline Durch die Ukraine fließt kein russisches Öl mehr

649f65796d67da81bd8100627c9bff37.jpg

An der Danube-Raffinerie im ungarischen Szazhalombatta endet die Druschba-Pipeline. Hier kommt seit einigen Tagen kein Öl mehr an.

(Foto: REUTERS)

Die südliche Druschba-Pipeline, die über die Ukraine nach Ungarn, Tschechien und in die Slowakei führt, ist seit Ende vergangener Woche außer Betrieb. Russland begründet den Öl-Transitstopp über diese Verbindung offiziell mit den westlichen Sanktionen und schiebt der Ukraine die Schuld zu.

Durch die Druschba-Pipeline fließt nach Angaben der Betreiberfirma seit Donnerstag kein russisches Erdöl mehr durch die Ukraine nach Europa. Die Lieferungen seien eingestellt worden, nachdem eine Banktransaktion aufgrund westlicher Sanktionen gegen Russland abgelehnt worden sei, erklärte das russische Staatsunternehmen Transneft. Über die Leitung werden vor allem Ungarn, die Slowakei und Tschechien versorgt.

Transneft machte für den Lieferstopp die Ukraine verantwortlich: "Tatsächlich hat (das ukrainische Unternehmen) Ukrtransnafta das Durchpumpen von Öl nach Ungarn, Tschechien und in die Slowakei über den Südstrang der Pipeline Druschba am 4. August um 6.10 Uhr morgens vollständig gestoppt", gab Transneft laut staatlicher russischer Nachrichtenagentur Ria Nowosti bekannt. Von ukrainischer Seite gab es dafür zunächst keine Bestätigung.

Nach Angaben von Transneft-Sprecher Igor Djomin hängt die Beendigung des Transits mit Zahlungsproblemen zusammen: Die Ukraine fordere für die Durchleitung russischen Öls Vorkasse, doch von Transneft getätigte Zahlungen seien wegen neuer europäischer Sanktionen zurückgewiesen worden.

Die Druschba-Pipeline verbindet über eine weiter nördlich verlaufende Verbindung auch Russland mit Deutschland. Diese Pipeline führt über Belarus und Polen und endet in der brandenburgischen Grenzstadt Schwedt. Über diese Nordroute der Druschba werde weiter geliefert, so der Transneft-Sprecher.

Quelle: ntv.de, jog/AFP/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen