Wirtschaft

Tourismusbranche braucht Hilfe EU-Kommissar verspricht Sommersaison

Der Wirtschaftskommissar der EU-Kommission verspricht dem Tourismussektor und reisewilligen Europäern eine Sommersaison. Dennoch werde die Branche wie keine andere unter der Pandemie leiden. Sogar die Existenz der EU sei gefährdet, fürchtet Gentiloni.

EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni zeigt sich zuversichtlich, dass die für die Tourismusbranche wichtige Sommersaison in Europa trotz der Pandemie stattfinden kann: "Wir werden definitiv im Sommer eine Touristensaison haben, allerdings mit Sicherheitsmaßnahmen und Einschränkungen", sagte der Italiener der "Süddeutschen Zeitung". Die EU-Kommission präsentiert am Mittwoch Empfehlungen für solche Sicherheitsmaßnahmen in Hotels und bei der Anreise.

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Gentiloni glaubt fest an die Möglichkeit von Urlaub in der Corona-Krise.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Klar sei aber auch, dass der Tourismus wie kein anderer Wirtschaftszweig unter der Pandemie leiden werde, so Gentiloni gegenüber der "Süddeutschen". Deshalb sei der Tourismus eine der Branchen, der von dem geplanten Hilfspaket der EU-Kommision am stärksten unter die Arme gegriffen werde.

Die Kommission will noch in diesem Monat einen Vorschlag für ein solches Paket präsentieren, das Mitgliedstaaten nach der Pandemie beim Anschieben der Konjunktur unterstützt. Gentiloni sagte demnach, solch ein gemeinsames finanzpolitisches Instrument sei eine überfällige Ergänzung zur gemeinsamen Währung und der gemeinsamen Geldpolitik der Europäischen Zentralbank: "Wir stehen an einem Scheideweg: Existenzbedrohung oder historische Chance."

Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie gefährdeten den Fortbestand der EU, so der Wirtschaftskommissar laut "Süddeutscher Zeitung". Mitgliedstaaten seien sehr unterschiedlich von der Rezession betroffen und würden sich den Prognosen zufolge auch unterschiedlich schnell erholen. Diese Unterschiede gefährdeten den Binnenmarkt und den Zusammenhalt der Euro-Zone, sagte der italienische Sozialdemokrat demzufolge: "Und das heißt, die Existenz der EU ist bedroht." Ein Mittel gegen die Unterschiede und Risiken sei "ein solides und sehr gut ausgestattetes" Wiederaufbauprogramm, sagte Gentiloni.

Quelle: ntv.de, lwe

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