Wirtschaft

Ringen um Kaiser's Tengelmann Edeka will Jobvereinbarungen einhalten

Edeka kämpft um die Übernahme von Kaiser's Tengelmann, doch das Bundeskartellamt stellt sich quer. Edeka-Chef Mosa äußert sich nun zu den Tengelmann-internen Betriebsvereinbarungen. Der Kaufvertrag solle entsprechend ergänzt werden.

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Wie entscheidet der Bundeswirtschaftsminister?

(Foto: dpa)

Der Lebensmittelhändler Edeka will nach einer möglichen Übernahme des Konkurrenten Kaiser's Tengelmann die dortigen Betriebsvereinbarungen zum Arbeitsplatzerhalt befolgen. "Wir tragen die Vereinbarungen voll mit. Das haben wir vertraglich für den Betriebsrat abgesichert", sagte Edeka-Chef Markus Mosa dem "Handelsblatt". Zuvor hatten Betriebsrat und Geschäftsführung von Kaiser's Tengelmann Betriebsvereinbarungen für die Regionen Berlin und Umland sowie Nordrhein geschlossen.

Aus Unterlagen geht allerdings hervor, dass in der Region Nordrhein eine Arbeitsplatzgarantie für lediglich 80 Prozent der Beschäftigten für 18 Monate vorgesehen ist. Auch Filialschließungen sind demnach bis zur anvisierten Fusion mit Edeka noch vorgesehen.

Edeka betont laut "Handelsblatt" nun, dass es eine vertragliche Absicherung für die Mitarbeiter durch eine Ergänzung im Kaufvertrag gebe. Dies gelte für alle Bereiche. "Wir werden allen Mitarbeitern Angebote unterbreiten", sagte Mosa.

Das Bundeskartellamt hatte die Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch Edeka untersagt. Beide Unternehmen beantragten daraufhin bei Bundeswirtschaftminister Sigmar Gabriel eine Ministererlaubnis. Sie argumentierten dabei unter anderem, dass nur die "Gesamtübernahme" durch Edeka die 16.000 Arbeitsplätze bei Kaiser's Tengelmann sichere. Wann Gabriel über den Antrag entscheiden wird, ist offen.

Quelle: n-tv.de, wne/AFP

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