Wirtschaft

Über Liebesaffären gelogen Ex-McDonald's-Chef zahlt Abfindung zurück

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Der ehemalige Konzernchef Easterbrook entschuldigte sich für sein Verhalten.

(Foto: picture alliance / AP Images)

Ende 2019 wurde McDonald's ehemaliger Chef Easterbrook angesichts einer Affäre innerhalb des Unternehmens gefeuert und mit 105 Millionen Dollar abgefunden. Wegen neuer Informationen hat der Konzern jedoch Anklage erhoben und die Summe zurückgefordert - mit Erfolg.

Die Fast-Food-Kette McDonald's hat im Rechtsstreit mit ihrem wegen einer Affäre gefeuerten Chef Steve Easterbrook eine Einigung erzielt und eine Abfindung im Wert von 105 Millionen Dollar zurückerhalten. "Die Einigung zieht Steve Easterbrook für sein eindeutiges Fehlverhalten zur Rechenschaft, einschließlich die Art, wie er seine Position als Konzernchef ausgenutzt hat", erklärte McDonald's-Verwaltungsratschef Enrique Hernandez Jr. "Die Lösung vermeidet einen langwierigen Gerichtsprozess und erlaubt es uns, voranzugehen."

Easterbrook war Ende 2019 wegen einer einvernehmlichen Affäre innerhalb des Unternehmens gefeuert worden. Der Brite hatte damit gegen die Richtlinien der Burger-Kette verstoßen. Easterbrook selbst räumte damals einen "Fehler" ein.

Im August 2020 erklärte McDonald's dann, der Konzernchef habe vor seiner Entlassung "sexuelle Beziehungen" mit drei weiteren Angestellten geführt. Außerdem habe er einer der Frauen, mit der er eine Affäre hatte, Aktienoptionen im Wert von mehreren hunderttausend Dollar gewährt. Der frühere Konzernchef habe das Unternehmen "belogen" und "Beweise für unangemessenes persönliches Verhalten zerstört".

Ex-Chef entschuldigt sich

McDonald's verklagte Easterbrook deswegen und verlangte die nach der Entlassung gezahlte Abfindung zurück. Laut der Klage von McDonald's wurden "Dutzende Nackt-, Halbnackt- oder sexuell eindeutige Fotos und Videos von mehreren Frauen, einschließlich Fotos dieser Angestellten des Unternehmens" gefunden. Easterbrook hatte die Fotos demnach von seinem beruflichen E-Mail-Konto auf seinen privaten E-Mail-Account geschickt.

Der Konzern argumentierte, wären die neuen Informationen schon früher bekannt gewesen, hätte das Unternehmen nicht den Inhalten des Auflösungsvertrags zugestimmt. Das Beschäftigungsverhältnis war beendet worden, ohne dass ein konkretes Fehlverhalten als Kündigungsgrund genannt worden war. Deswegen hatte Easterbrook eine Abfindung erhalten.

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Der Ex-Konzernchef entschuldigte sich für sein Verhalten. "Bei McDonald's und seinem Board of Directors wird Wert darauf gelegt, das Richtige zu tun und die Belange der Kunden und der Menschen als Erstes zu sehen", sagte Easterbrook. "Während meiner Zeit als CEO habe ich es manchmal nicht geschafft, die Werte von McDonald's hochzuhalten und bestimmte Verantwortlichkeiten als Leiter des Unternehmens zu erfüllen."

Easterbrook hatte seine Abfindung in Form von Geld und Aktienoptionen erhalten. Den derzeitigen Wert des Pakets gibt McDonald's mit 105 Millionen Dollar - rund 93 Millionen Euro - an. Es ist eine der größten Rückerstattungen in der US-Unternehmensgeschichte.

Quelle: ntv.de, mbu/AFP/DJ

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