Wirtschaft

Ähnlich wie an Flughäfen Faeser will Ausländer für Gastronomie anwerben

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Tarifgebundene Jobs statt Lohndumping verspricht die Innenministerin.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wie an den Flughäfen fehlen auch in der Gastronomie seit der Pandemie zahlreiche Mitarbeiter. Auch hier sollen nun Fachkräfte aus dem Ausland das große Chaos verhindern. Innenministerin Faeser will dabei die Akzeptanz der Bevölkerung im Blick behalten.

Nach der Sonderregelung für das Flughafenpersonal plant die Bundesregierung auch für das Gastgewerbe einen vereinfachten Zuzug von Arbeitskräften aus dem Ausland. "Die Arbeitskräftenot hat sich durch die Pandemie sehr verschärft", sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser. Im Luftverkehr gebe es einen massiven Arbeitskräfte- und Fachkräftemangel, ebenso im Bereich der Gastronomie und Hotellerie.

"Dass wir dort Erleichterungen für ausländische Kräfte schaffen müssen, wissen Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und ich." Gemeinsam mit Heil werde sie deshalb noch in diesem Jahr Änderungen vorschlagen, "um gute Arbeitskräfte nach Deutschland zu holen".

Aufgrund folgenreicher Engpässe an deutschen Flughäfen hatte die Bundesregierung am vergangenen Mittwoch rasche Regelungen zugesagt, damit die Betreiber vorübergehend leichter Personal anheuern können. Die Arbeitskräfte, die unter anderem in der Gepäckabfertigung fehlen, sollen vor allem in der Türkei gewonnen werden. Um die Attraktivität Deutschlands für Fachkräfte zu erhöhen, seien "mehrere Hausaufgaben zu machen", fügte Faeser hinzu. "Wir brauchen die schnellere Anerkennung von Berufsabschlüssen und weniger Bürokratie", sagte die SPD-Politikerin.

Gemeinsam mit Heil und Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger von der FDP arbeite sie intensiv daran. Zudem müsse klar sein, dass es hier nicht um Lohndumping gehe, sondern "um gute, tarifgebundene Jobs, von denen Menschen leben können". Hier stehe die Regierung an der Seite der Gewerkschaften. Faeser betonte, sie achte auf dem Weg hin zu einem modernen Einwanderungsrecht "sehr genau auf ausgeglichene Lösungen und die Akzeptanz in der Bevölkerung".

Quelle: ntv.de, chl/dpa

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